Firma Anker: Von Fäden, Farben und riesigen Flächen

Von: tka
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Die Geschichte ist allgegenwärtig: Anker-Geschäftsführer Gerd Hoffe vor dem Bild eines Industriemalers, das das Gelände von Anker in Düren in längst vergangenen Tagen zeigt. Doch: Vieles ist davon noch erhalten.

Aachen. 161 Jahre ist die Firma Anker-Teppichboden in Düren nun alt – und steht wieder auf soliden Füßen. Ein paar Zahlen verdeutlichen dies.

8 Tonnen Polyamid-Fasern können in den Mischkammern der Spinnerei verarbeitet werden.

19 Preise – national wie international – erhielt Anker seit 2006 für besonderes Teppichdesign – darunter den Red-Dot-Award.

32 Stahlruten umfasst das Rutenspiel bei einem entsprechenden Webstuhl.

36 Basisfarben zählt das Portfolio von Perlon Rips. Hinzu kommt die Farbklaviatur von Le Corbusier, die 63 Farben umfasst.

40 Webstühle umfasst der Maschinenpark der Firma Anker zur Herstellung von Teppichböden.

300 Mitarbeiter zählt Anker-Teppichboden. Es gab Zeiten, da waren es 1000. Aber das ist lange her. Die Geschäftsführer legen großen Wert darauf, dass Sie jeden Mitarbeiter persönlich kennen. Für Nachwuchs sorgt die Firma selbst: Sie bildet aus, unter anderem den seltenen Beruf der Nopperin. Diese Nopperinnen beheben Fehler, die die Maschinen während der Produktion hinterlassen hat. Zehn Anker-Kollegen arbeiten in einem Werk in Jena. In der eigenen Spinnerei in Schevenhütte (Stolberg) sind es 35 Kollegen. „Das Garn spinnt so keiner mehr und macht uns unabhängig“, erklärt Hoffe – Perlon-Rips-Garn ist ein spezielles Dreifachgarn. Die Unabhängigkeit zahle sich aus.

680 Kettfäden sind notwendig, um Perlon-Rips-Teppichboden auf einem zwei Meter breiten Schaftwebstuhl herzustellen.

1632 Spulen müssen im Spulengatter aufgesteckt werden um unsere 4,12 Meter breite Tuftingware zu produzieren. Tuften bezeichnet eine Technik zur Herstellung dreidimensionaler textiler Flächen. Es ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Verfahren zur Herstellung von Teppichböden.

1995 erhält Anker den Auftrag, das Reichstagsgebäudes in Berlin auszustatten. Eigens hierfür entwickelt man in Düren den ersten Quellluft-Teppichboden. Er ermöglicht eine besondere Klimatisierung von unten.

3780 Möglichkeiten lassen sich die Farben für den Perlon-Rips-Teppichboden kombinieren.

320.000 Quadratmeter ist das Gelände von Anker an der Rur groß. 75.000 Quadratmeter sind überdacht. Der Rest sind Grünfläche und Landschaftsschutzgebiet.

1.000.000 Quadratmeter Teppichboden werden in Düren gewoben. Für 100 Quadratmeter Teppichboden für die Lufthansa braucht es eine Acht-Stunden-Schicht.

25.000.000 Quadratmeter Perlon Rips wurden seit 1959 verkauft.

54.000.000 Euro Umsatz machte das Unternehmen 2014 mit seinen Produkten.

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