Fachkräftemangel: Handwerk geht in Offensive

Von: Christina Handschuhmacher
Letzte Aktualisierung:
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Christine Erben schafft neue Chancen. Foto: o.H.

Aachen. Fachkräftemangel – das Wort ist momentan in aller Munde. Bis 2020 wird die Zahl der Schulabgänger in der Region um ein Fünftel sinken. Die Handwerkskammer Aachen (HWK) musste 2014 ein Minus von acht Prozent an neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen hinnehmen.

Unterdessen steigt das Durchschnittsalter der Fachkräfte in den Betrieben. „Wenn die Zahl der Fachkräfte weiter so dramatisch sinkt, kann die private und öffentliche Infrastruktur nur noch schwer auf dem heutigen Stand gehalten werden“, sagt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Aachen, Peter Deckers.

Doch soweit soll es gar nicht kommen – die Handwerkskammer will nun mit einer Fachkräfteoffensive gegensteuern. Das Thema Fachkräftemangel sei für die Kammer natürlich nicht neu, sagt HWK-Geschäftsführer Georg Stoffels. Dennoch habe bislang jemand gefehlt, der das große Ganze in den Blick nehme und die Betriebe umfassend berate.

Diese Aufgabe übernimmt ab sofort Christine Erben. Die 32-Jährige ist seit sechs Jahren bei der Handwerkskammer und hat sich bislang als Mobilitätsberaterin um die Organisation von Auslandspraktika für Azubis im Handwerk gekümmert. Nun richtet sie ihren Fokus auf das Thema Fachkräftesicherung in den Betrieben. „Ich sehe mich als eine Art Lotsin, die den Betrieben einen Überblick darüber bietet, welche Hilfen es seitens der Kammer gibt “, sagt Erben.

Wie ist die Altersstruktur im Betrieb? Wie kann ein Unternehmen neue Mitarbeiter finden und an sich binden? Wie wirbt man zielgerichtet um Azubis? Wie muss sich ein Betrieb aufstellen, um für die Zukunft gut gerüstet zu sein. Das sind Fragen, die Erben mit den Betrieben ergründen wird. Nach diesem „Betriebs-Check“ stellt Erben den Kontakt zu den Fachabteilungen der HWK her. Erben fasst ihre Aufgabe so zusammen: „Ich will unsere Betriebe zielgerichtet in die Zukunft bringen.“

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