Aachen - Erster! Carpus zieht auf den Campus

Erster! Carpus zieht auf den Campus

Von: Bernd Büttgens
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Günter Carpus freut sich, das
Günter Carpus freut sich, dass er mit seiner Firma als Erster auf den Campus Melaten zieht. Foto: Büttgens

Aachen. Wer Günter Carpus kennt, weiß, dass er einen solchen Tag feierlich begeht. Am Morgen Treffen mit den Mitarbeitern auf dem Dreiländerpunkt, hoch über Aachen. Von dort der Blick runter in den Talkessel, genauer an dessen Rand, Richtung Klinikum und Melaten.

Die Großbaustelle des Campus-Projektes ist von dort aus zu sehen. Und auch, dass erst wenige Gebäude fertig, eins aber umzugsbereit ist.

Forckenbeckstraße 61 - das ist die neue Adresse des renommierten Beratungs- und Planungsunternehmens Carpus + Partner. Und am Samstag ist der große Umzugstag.

Und so geht es im Autokorso und mit gepackten Kisten vom Aussichtspunkt direkt ins neue Haus. „Das ist natürlich aufregend und schön zugleich, dass wir die Ersten sind, die auf den Campus ziehen”, sagt Carpus dieser Tage bei einer Baustellenbesichtigung.

Im großzügig gestalteten, mit moderner Technik gespickten Haus hat der Blick dann erneut ausreichend Möglichkeiten zu schweifen. Rund um einen stattlichen Innenhof, den eine Glaskuppel krönt, legen sich auf vier Geschossen die Büroräume wie verschachtelte L-Formen ineinander. Es gibt keine Wände, die Blickbeziehungen zwischen den Ebenen sind gegeben, „open space” nennen das die Planer bei Carpus. Der offene Raum ist bei diesem an effizienten und innovativen Bau- und Arbeitsweisen interessierten und forschenden Unternehmen nicht nur Form, sondern Inhalt. Von daher blickt Carpus auch etwas grimmig, wenn man von „Großraumbüros” spricht.

Seine Firma, die auch noch Standorte in Köln, Frankfurt und Ulm unterhält, hat sich spezialisiert auf die Planung und Realisierung von Produktionsstätten, Büro- und Laborgebäuden für Industrie und Forschung. Der Schwerpunkt dabei: Biomedizin, Pharma, das Boomthema Lebenswissenschaften. Und so ist es kein Wunder, dass Carpus und sein Partner Peter Winkler mit den 140 Mitarbeitern in Aachen den ersten Bau im Cluster Biomedizintechnik beziehen und mit diesem Schritt einen gut hörbaren Startschuss geben.

Auf rund 270.000 Quadratmetern entsteht auf Melaten ein neuer Stadtteil mit neun Clustern, Teil 1 des großen Campus-Projekts. Von Automobil- bis zur Werkzeugtechnik finden hier die Zukunftsbranchen ein neues Zuhause, mit Laboratorien und Bürobauten, mit zentralen Einrichtungen wie Seminar- und Schulungsgebäuden, Hotels, Restaurants, kleinen Geschäften sowie Kindertagesstätten und verschiedenen Serviceeinrichtungen. Im Carpus-Haus wird es das Campus-Bistro geben, mit Sicherheit ein Treffpunkt für Hunderte Beschäftigte, ein guter Platz für Netzwerker.

Die Besonderheit und Qualität dieses Projektes liegt in der engen inhaltlichen und räumlichen Verzahnung von Forschungsinstituten und Unternehmen. Durch die direkte Anbindung der Unternehmen an die RWTH Aachen werden Synergieeffekte ermöglicht und ein deutlicher technologischer Vorsprung in der Forschung und Entwicklung geschaffen: eine Trumpfkarte für die Region Aachen.

„Wir wollten von Anfang an auf den Campus”, sagt Carpus. „Letztlich haben wir davon sogar unsere Zukunft am Standort Aachen abhängig gemacht, die Alternative wäre Köln gewesen.” Carpus erkennt viele Chancen in diesem Megaprojekt. Neben den beschriebenen geht es ihm vor allem um neue Mitarbeiter: „Gut ausgebildete Ingenieure und Architekten werden sich schneller für Aachen entscheiden, wenn sie die Vielfalt der Arbeitsmöglichkeiten sehen.” Carpus ist sehr optimistisch: „Dieses Projekt wird ein großer Erfolg, Hochschule und Wirtschaft nutzen hier gemeinsame Chancen.”

„Für uns ist der Einzug von Carpus + Partner natürlich ein gutes Zeichen”, freut sich Günther Schuh, der Geschäftsführer der RWTH Aachen Campus GmbH. „Die Richtung ist vorgegeben, auf dem Campus Melaten ist richtig Bewegung.”

Heute ist Umzugstag. Die Pioniere von Carpus ziehen auf die Campus-Baustelle. Sie werden hautnah miterleben, wie ein Hightech-Stadtteil entsteht. Manch einer fremdelt noch mit dem Gedanken. Carpus sagt, dass das okay ist.

Das innovative Musterhaus

Die Offenheit des Gebäudes ist Programm. Auch wenn Carpus für Carpus baut, ist dieses Prinzip Trumpf. Da die Architekten und Ingenieure in immer neuen Projektgruppen arbeiten, können sie die Arbeitsinseln flexibel nutzen. Es gibt auch etliche Ruhebereiche.

Auch in Sachen Gebäudetechnik hat Carpus ein Musterhaus gebaut. Luftqualität und Raumklima stehen hierbei im Fokus. Den Entwurf für den Neubau hat Yvonne Stein mit ihrem Team gefertigt. Grundlage für die Planung waren Workshops.

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