Aachen/Düren - Einbußen auf dem Arbeitsmarkt geringer als erwartet

Einbußen auf dem Arbeitsmarkt geringer als erwartet

Von: Kö
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Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in der Region Aachen.

Aachen/Düren. Die Wirtschaftskrise hat inzwischen auch den Arbeitsmarkt der Region erfasst. Die Agenturen für Arbeit in Aachen und Düren melden für Februar einen Anstieg der Arbeitslosenzahlen, wobei die Zunahmne deutlich geringer ausfiel als befürchtet. Unter dem Strich ist die Situation auf dem Arbeitsmarkt noch deutlich besser als vor einem Jahr. Die Zahl der Kurzarbeiter nahm stark zu.

„Die sich verschlechternden konjunkturellen Gegebenheiten sind klar zu erkennen”, erläutert Matthias Kaschte, Chef der Aachener Agentur, die Zahlen: Aktuell waren Ende Februar 37209 Personen im Aachener Bezirk arbeitslos gemeldet, 821 mehr als im Januar, aber immer noch 1362 weniger als im Februar 2008. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 9,2 auf 9,4 Prozent. Im Jahresvergleich betrug die Arbeitslosenquote im Februar 2008 noch 9,8 Prozent.

Im Dürener Bezirk waren im Februar 10824 Personen arbeitslos - 213 mehr als im Januar. Die Arbeitslosenquote erhöhte sich von 8,0 auf 8,2 Prozent. Im Februar vergangenen Jahres lag sie noch bei 8,3 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat reduzierte sich die Arbeitslosigkeit um 211 Personen.

Bezogen auf die Zahl der arbeitslosen Personen gab es im Aachener Bezirk Rückgänge bei der Gruppe der Schwerbehinderten, der Langzeitarbeitslosen und der Älteren. Die Zahl der Arbeitslosen über 50 Jahre sank um 0,7 Prozent auf 9251. Bei den Personen über 55 Jahre waren mit 4602 3,2 Prozent weniger arbeitslos. Bei den Langzeitarbeitslosen sank die Zahl um 2,6 Prozent auf 14652. Im Februar ging die Zahl der schwerbehinderten Arbeitslosen um 0,9 Prozent auf 1789 zurück.

Die Zahl der neu gemeldeten offenen Stellen sank im Aachener Bezirk sank von 1496 im Januar auf 1315 im Berichtsminat. Im Dürener Bezirk stieg sie von 246 auf 323 im Februar.

Zum Stichtag 24. Februar hatten in der Region Aachen 77 Betriebe für 3440 Beschäftigte Kurzarbeit angemeldet. Im Januar waren es 123 Betriebe mit 2665 Mitarbeiter. In der Region Düren beantragten im Februar 29 Firmen mit 309 Beschäftigten Kurzarbeit. Im Januar waren es 50 Betriebe mit 628 Mitarbeitern.

Dank umfangreicher Kurzarbeit ist die Arbeitslosigkeit in NRW im Februar nicht so stark gestiegen wie vielfach befürchtet. Die Zahl der Erwerbslosen habe sich um knapp 15.000 auf gut 795.000 erhöht, teilte die Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit in Düsseldorf mit. Mit 8,9 Prozent sei die Arbeitslosenquote wieder so hoch wie vor einem Jahr. In der Summe gab es knapp 8000 Arbeitslose weniger als im Februar 2008. Bislang haben 7600 Betriebe aus NRW Kurzarbeit für 262.000 Mitarbeiter angemeldet.

Das waren 93.000 Beschäftigte mehr als noch im Januar. „Die Situation auf dem nordrhein-westfälischen Arbeitsmarkt verschlechterte sich im Februar zwar weiter, aber nicht so dramatisch, wie es angesichts der düsteren Konjunkturprognosen vielfach befürchtet wurde”, bewertete die Regionaldirektion die Zahlen. Die Nachfrage nach Arbeitskräften habe sich im Vergleich zum Januar leicht verbessert, sei aber um gut ein Fünftel niedriger gewesen als im Februar 2008.

Mehr als 90 Prozent der neuen Arbeitslosen im Februar sind Männer. Sie arbeiteten überwiegend in produzierenden Wirtschaftszweigen, die schneller auf konjunkturelle Schwankungen reagierten, hieß es.

Einen überdurchschnittlichen Anstieg der Arbeitslosigkeit gab es bei den Unter-25-Jährigen. Dies zeige, dass eine nahtlose Weiterbeschäftigung nach der Ausbildung schwieriger geworden sei. Auch für ältere Arbeitslose habe sich die Lage verschlechtert.
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