Aachen/Hannover - Ein virtuelles Gehirn, eine Blutpumpe und ein Roboter

Ein virtuelles Gehirn, eine Blutpumpe und ein Roboter

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:

Aachen/Hannover. Jara - eine kraftvolle, dynamische Wissenschaftshochburg: Dieses Kürzel steht für „Jülich Aachen Research Alliance”, die seit 2007 bestehende enge Forschungsallianz zwischen der RWTH und dem Forschungszentrum.

Jara präsentiert sich erstmals in großem Rahmen bei der am Montag beginnenden Hannover Messe mit ausgewählten Exponaten. Zentrales Ausstellungselement ist eine hochmoderne 3D-Simulation aus den Bereichen Medizintechnik und Ingenieurwissenschaften. Dabei werden zum Beispiel ein virtuelles Gehirn und eine Blutpumpe vorgestellt.

Mit von der Partie ist auch der „Streetscooter”, das aktuelle Projekt zur Elektromobilität, das unter Federführung von Professor Achim Kampker am Werkzeugmaschinenlabor der Elite-Universität gemeinsam mit zahlreichen mittelständischen Partnern aus der Industrie vorangetrieben wird. Dabei wird ein Prototyp des geplanten Fahrzeugs in Form eines lackierten Schaumstoffmodells in Originalgröße vorgestellt.

Vierarmiger Roboter

Das Exzellenzcluster „Integrative Produktionstechnik für Hochlohnländer” der RWTH zeigt zudem auf dem Jara-Stand den vierarmigen Roboter „Paragrip” zum flexiblen Handling von Bauteilen. Zudem sind die Jülicher Spezialisten mit einem Neurostimulator auf dem Stand dabei, der bei der Behandlung der Volkskrankheit Tinnitus große Fortschritte verspricht.

Jara, das ist ein Verbund von 160 Lehrstühlen, rund 4000 zumeist wissenschaftlichen Mitarbeitern, einem Gesamtbudget von 350 Millionen Euro und einem jährlichen Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro, erläuterte Jara-Generalsekretär Norbert Drewes. Vor kurzem nahm in Jülich mit David DiVicenzo der erste Jara-Professor seine Arbeit auf. Er gilt als der führende internationale Experte im Bereich der Quantenphysik, der zuvor in den USA forschte.

Der Auftritt in Hannover soll auch Interessierte mit den Studienbedingungen in der Region Aachen vertraut machen - und damit ein wirksames Element im Ringen um hochkarätige Fachkräfte für die Zukunft sein. NRW ist auf der Hannover Messe, die „als Konjunkturbarometer und Impulsgeber” gilt, mit über 800 von insgesamt mehr als 6500 Ausstellern das am stärksten vertretene Bundesland. Allein 52 Aussteller kommen aus dem Bezirk der Industrie- und Handelskammer Aachen, sagte Rainer J. Dorau, NRW-Bevollmächtigter der Deutschen Messe Hannover, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Den Jara-Auftritt mit seiner „geballten Kompetenz” nannte er ein „Aushängeschild für die deutsche Ingenieurwissenschaft”. Jara sei hervorragend aufgestellt”, ergänzte Norbert Drewes, um für „die globalen Herausforderungen richtig gute Beiträge zu liefern”.
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