Die Regio IT hat die Grenze überschritten

Von: tka
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Sieht Signalwirkung: Dieter Rehfeld bergüßt die Deutschsprachige Gemeinschaft als Gesellschafter der Regio IT.

Aachen/Eupen. Grenzenlos überzeugt ist Dieter Rehfeld von der Signalwirkung dieses Moment. Der kommunale IT-Dienstleiter Regio IT mit Sitz in Aachen zählt einen neuen Gesellschafter.

Es ist die Deutschsprachige Gemeinschaft (DG) in Belgien. „Sie glauben nicht, was das für eine Marktwirkung hat“, erklärt Rehfeld als Vorsitzender der Regio-IT-Geschäftsführung. Eine solche grenzüberschreitende Beteiligung sei einmalig. „Das ist ein wichtiges Signal für die Euregio.“

Mit rund 175 000 Euro beteiligt sich die DG an dem IT-Dienstleister. Das entspricht einem Prozent. Mehrheitsgesellschafter (rund 61 Prozent) ist die Stadt Aachen mit ihrem Eigenbetrieb EVA. Dort hat die Regio IT auch ihre Wurzeln. „Wir haben uns von einem städtischen Amt zu einem internationalen Unternehmen entwickelt“, berichtet Rehfeld. Der Umsatz lag 2012 bei 46 Millionen Euro, in diesem Jahr werden fast 50 Millionen erwartet. Geschäftsführer Dieter Ludwigs kündigt rund zwei Millionen Euro Gewinn nach Steuer an. Über die Rendite dürfen sich die Gesellschafter freuen – inklusive der DG um ihren Ministerpräsident Karl-Heinz Lambertz.

2003 gegründet hatte sich die Regio IT kontinuierlich entwickelt. Zu den Gesellschaftern zählen die Städteregion Aachen und ihre Mitgliedskommunen (außer Stolberg), Stadt und Kreis Düren und mittlerweile auch die Gütersloher Infokom – mit 15 Prozent dabei der zweigrößte Gesellschafter. Als Dienstleister arbeitet die Regio IT zudem mit den Kreisen Heinsberg und Euskirchen zusammen.

Seit 2005 ist die DG Kunde

Der erste Kontakt nach Eupen wurde 2005 aufgebaut. Seitdem agiert die Regio IT als IT-Dienstleister für die DG. „Je kleiner man ist, umso mehr ist man auf Kooperation und Vernetzung angewiesen“, erklärt Lambertz. Der Aufstieg zum Gesellschafter sei für die strategische Ausrichtung der DG auf dem IT-Sektor ganz wichtig. „Es geht um die Qualität öffentlichen Handelns“, betont er.

Der Aufstieg vom reinen Kunden zum Gesellschafter, der kaufender Kunde bleibt, erhöht natürlich den Einfluss. Für die Regio IT bedeutet der namhafte Partner dagegen mehr Handlungsspielraum. „Nur über die Größe können wir auf diesem Markt bestehen“, erklärt Regio-IT-Aufsichtsratsvorsitzender Axel Hartmann. Gespräche über weitere Gesellschafter gebe es immer wieder, der Blick geht dabei auch in die Niederlande. Eine Zusammenarbeit besteht bereits. „Eine Beteiligung von dort ist mein großer Wunsch“, sagt Rehfeld. Jetzt, wo die erste Grenze überschritten wurde.

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