Aachen - Denn nur gemeinsam ist die Region stark

Denn nur gemeinsam ist die Region stark

Von: hjd
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IHK-Präsident Bert Wirtz gestern bei der Jahresvollversammlung der Kammer. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Es war vielleicht kein flammendes, aber doch ein eindringliches Plädoyer für eine Region, die zusammensteht, das Bert Wirtz, Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK) Aachen, am Dienstag hielt.

Bei der Jahresvollversammlung der Kammer vor gut 450 Gästen im Krönungssaal des Aachener Rathauses bedauerte er explizit den Ausstieg des Kreises Heinsberg aus der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit).

Denn: „Wir werden im neuen Verbund der Metropolregion Rheinland nur wahrgenommen, wenn wir innerhalb des Kammerbezirks gut aufgestellt sind.“ Deshalb gelte es nun, Mehrwerte für die Region gemeinsam neu zu definieren. Hoffnung setzte Wirtz dabei in eine Stärkung des Zweckverbands Region Aachen.

Von der Politik forderte Wirtz bessere Rahmenbedingungen. Der neue Regionalplan müsse ausreichend Raum für Unternehmen bieten. „Die genutzte Fläche ist seit 20 Jahren konstant geblieben“, mahnte er. Die IHK habe deshalb 500 zusätzliche Hektar Gewerbefläche bei der Landespolitik gefordert – mit Blick auf die Energiewende, die Zeit nach dem Braunkohletagebau und potenzielle Ersatzarbeitsplätze.

Wie gemeinsames Engagement funktioniere, habe sich beim Einsatz für die Verbesserung des Schienenkorridors gezeigt. Das von der IHK mit elf Partnern erarbeitete Bündel von Maßnahmen als Alternative zum nicht mehr realisierbaren „dritten Gleis“ zwischen Aachen und Köln soll nun in den Bewertungsprozess des Bundesverkehrswegeplans 2030 einfließen. Und der Lückenschluss der A1 sei in den „vordringlichen Bedarf“ des Plans aufgenommen worden.

Wirtz ließ keinen Zweifel daran, dass sich die Unternehmen trotz der hohen Zahl neuer Ausbildungsverträge weiter mit dem Thema Fachkräftemangel auseinandersetzen müssten. Der Standard sei nur über die Integration junger Flüchtlinge in die Betriebe zu halten. Die IHK wolle ihre Integrationsarbeit verstärken: Mit Zustimmung der Vollversammlung seien 500.000 Euro für die kommenden fünf Jahre bereitgestellt worden.

Als „Glücksfall“ bezeichnete Wirtz den neuen „Digital Hub“ in Aachen. Überhaupt biete die Digitalisierung große Chancen. Um die nutzen zu können, sei „Mut zu Innovationen“ notwendig. Die Vision des IHK-Präsidenten: Mit Blick auf die Streetscooter-Serienproduktion und die Entstehung von Forschungszentren in den Bereichen „Batterien und Leistungselektronik“ sowie „Neue Energien“ in Aachen und Jülich könne sich der Kammerbezirk zu einer Modellregion für elektromobile Logistikdienste entwickeln.

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