Das Ziel: Alle 30 Kilometer eine Ladestation für E-Autos

Von: alba
Letzte Aktualisierung:
11891755.jpg
Norbert Barthle, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, bei der Konferenz in Aachen. Foto: Alexander Barth

Aachen. Das ambitionierte Ziel der Bundesregierung ist klar formuliert: Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf Deutschlands Straßen unterwegs sein. Die Frage, wie sich Städte und Gemeinden in Sachen zukunftsorientierte Mobilität konkret aufstellen können, beschäftigt rund 300 Vertreter von Kommunen und regionaler Energiewirtschaft aus ganz Deutschland bei einer Tagung in Aachen.

Eingeladen hat das Bundesverkehrsministerium. Zum Auftakt der zweitägigen Konferenz erläuterte am Dienstag unter anderem Norbert Barthle (CDU), Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, die politischen Ziele der aktuellen Strategie der Bundesregierung zur Elektromobilität. Barthle nannte den Wandel weg von den Öl-basierten Kraftstoffen ein Kernthema der Verkehrspolitik und appellierte gleichzeitig an die Automobilwirtschaft, sich den Entwicklungen nicht zu verschließen. „Mehr noch: die Industrie muss die Attraktivität ihrer alternativen Modelle stärken“, sagte der Vertreter des Ressorts von Minister Alexander Dobrindt.

Als weitere wichtige Maßnahme nannte Barthle neben transparenten Förderprogrammen den Ausbau des Netzes an Ladestationen für strombetriebene Fahrzeuge. „Alle 30 Kilometer eine Ladestation – das ist das Ziel.“ Dem in der Regierungskoalition heiß diskutierten Planspiel über eine Prämie für Käufer von E-Autos erteilte der Staatssekretär unterschwellig eine Absage. „Ich bin froh, wenn ich aus Ihren Kreisen intelligentere Vorschläge höre“, sagte er vor den kommunalen Vertretern. Im Mittelpunkt der Tagung stehen auch heute Erfahrungsberichte und Praxisbeispiele von rund 30 kommunalen Vertretern, darunter etwa innovative Projekte für den ÖPNV, Berichte zur Ökobilanz von E-Autos oder vorbildliche Carsharing-Programme.

Aachens Planungsdezernent Werner Wingenfeld berichtete am Dienstag etwa über die Erfahrungen beim Aufbau einer stadteigenen Flotte von Elektrofahrzeugen. Er betonte, dass in Kürze 15 Elektrobusse seitens der Aseag angeschafft würden.

Die Redner wiesen immer wieder auf das Potenzial der E-Mobilität hin. Dabei zeigt sich allerdings: Vertreter von wandlungswilligen Kommunen haben Diskussionsbedarf, weil sich derzeit offenbar noch Hürden auftun, wenn es etwa um staatliche Förderung geht. „Ich muss fünf Fahrzeuge abnehmen. Das kann ich nicht leisten“, lautet das Beispiel einer Verantwortlichen aus der Städteregion. Barthle versprach überarbeitete Konzepte und weitere staatliche Investitionen.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert