Aachen - „Bonding“-Messe: Vom Start-up bis zum Großkonzern

„Bonding“-Messe: Vom Start-up bis zum Großkonzern

Von: Rolf Hohl
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Rege Interesse: In den vergangenen Jahren zählte die „Bonding“-Messe jeweils rund 20000 Besucher. Auch dieses Mal ist mit einer ähnlich hohen Zahl zu rechnen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Von außen sieht es einigermaßen unauffällig auf, das große weiße Zelt, das derzeit auf dem Bendplatz steht. Bis morgen Abend wird – statistisch gesehen – dennoch etwa jeder dritte Aachener Student einmal dort gewesen sein. Es ist die Firmenkontaktmesse „Bonding“, die da alljährlich während insgesamt drei Messetagen rund 20.000 Besucher anlockt.

Der Eröffnungstag am Montag lässt vermuten, dass das auch diesmal wieder so sein wird.

Ein Team aus gut 40 Studenten hat die Messe in den vergangenen Wochen ehrenamtlich organisiert, und sie treffen dabei zuverlässig den Geschmack ihrer Kommilitonen. Das Konzept: vielseitig, ungezwungen und kostenlos. In dieser Atmosphäre kommen sich Studienabgänger und potenzielle künftige Arbeitgeber näher. „Dabei haben wir ein striktes System, dass alle Unternehmen, die sich hier präsentieren, gleich behandelt werden. Da ist es egal, ob man ein Großkonzern oder ein Kleinunternehmen ist – alle sollen die gleichen Chancen haben“, erklärt Messeleiter Maximilian Streit dazu.

In der Praxis zeigt sich das anhand der normierten Standgröße. Jede der 351 Firmen hat genau gleich viel Platz zur Verfügung, um sich einen Tag lang dem Publikum vorzustellen. „Schon am nächsten Tag kommt dann ein anderes Unternehmen an dieselbe Stelle. Dieser Wechsel ist notwendig, da wir sonst nicht genügend Platz für so viele Firmen hätten“, sagt Mitorganisator Jan-Peter Rauschning. Zudem gibt es einen eigenen kleinen Bereich für Start-up-Unternehmen, die zwar weniger Platz zur Verfügung haben, dafür aber auch zu erheblich günstigere Konditionen ausstellen können.

„Die meisten Studenten sind hauptsächlich hier, um sich einen ersten Überblick über die Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen und die Leute im jeweiligen Betrieb schon einmal etwas kennenzulernen“, so Rauschning. Auf den mehr als 5600 Quadratmetern Zeltfläche sind zudem noch ergänzende Veranstaltungen untergebracht wie verschiedene Fachvorträge und der Bewerbungsmappen-Check.

Auch für gemütliche Rückzugsorte ist gesorgt, etwa in der Firmen-Lounge zum Arbeiten oder im Studenten-Café. Morgens um elf Uhr, kurz nach dem Start der Messe, ist dieses noch ziemlich verwaist: „Die Studenten schlafen halt etwas länger“, hat Rauschning als Erklärung parat. Die Flure und die Stände aber sind auch in den früheren Stunden jeweils schon gut besucht – und darauf kommt es schließlich an.

Geöffnet hat die Messe noch bis Mittwochabend jeweils von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr.

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