„Besseres Licht für eine bessere Welt“

Von: Berthold Strauch
Letzte Aktualisierung:
6674152.jpg
Chemiker Peter Schmidt ist für den Deutschen Zukunftspreis nominiert. Foto: Berhold Strauch

Aachen. Die Ansprüche sind hochgesteckt: Es geht um nicht weniger als „besseres Licht für eine bessere Welt – effizient und umweltschonend“. Die Aachener Philips-Niederlassung will ihren Teil dazu beitragen, dass dies gelingt.

Und auf die bisher erreichten Resultate sind Experten aufmerksam geworden, die es in der Hand haben, einen Forscher aus der Kaiserstadt mit höchsten Lorbeeren auszuzeichnen. Der Chemiker Peter Schmidt ist gemeinsam mit Prof. Wolfgang Schnick, einem Kollegen der Ludwig-Maximilian-Universität München, für den Deutschen Zukunftspreis nominiert – eine der renommiertesten Auszeichnungen für Wissenschaftler.

Bei der Verleihung am Mittwoch, 4. Dezember, in Berlin durch Bundespräsident Joachim Gauck wird eine größere Philips-Delegation in die Hauptstadt reisen, um dem Kollegen die Daumen zu drücken. Mit von der Partie wird auch der Aachener Philips-Niederlassungsleiter Karl Spekl sein. „Die Freude an unserem Standort ist jedenfalls riesig“, sagt Spekl. „Das zeigt, das wir in die richtige Richtung unterwegs sind.“ Ob Schmidt tatsächlich den Preis erhält, ist noch nicht ausgemacht. Eine Jury entscheidet erst kurz vor der Verleihung – unter drei nominierten Teams. Aber überhaupt bis in die Endrunde gekommen zu sein, ist für Schmidt bereits eine ganz besondere Würdigung. Der Deutsche Zukunftspreis ist mit 250 000 Euro dotiert – ein lockender Ansporn für weitere Forschungsaktivitäten.

Schmidt und Schnick haben die Grundlagen dafür geschaffen, dass heute effiziente, langlebige und preisgünstige Leuchtdioden (LED) zur Aufhellung von Wohnräumen und Straßen verfügbar sind. Nach ihrer Überzeugung könnte ihre Entwicklung andere Lichtquellen wie Glühbirnen, aber auch die Energiesparlampen vom Markt verdrängt werden.

Voraussetzung dafür sind neuentwickelte chemische Verbindungen, sogenannte Nitrido-Silikate, deren Basis die Münchener geschaffen und die die Philips-Leute fit für die technische Anwendung gemacht haben. Diese Stoffe sind exzellent in der Lage, überaus augenfreundliches Licht von hoher Qualität aus den LED herauszuholen. Dazu wandeln die Leuchtstoffe auf der Basis von Silizium und Stickstoff blaues LED-Licht in eine warme, weiße Beleuchtung um. Mit bis dahin genutzten Materialien war dieser Prozess schwierig und teuer, sagen die Initiatoren. Mit Aachener Hilfe sei „ein revolutionärer Durchbruch geschafft worden“, betont Spekl stolz. Und der passt zudem auch noch ausgezeichnet in die allseits proklamierte Energiewende. Denn bis zu 80 Prozent Strom lassen sich mit dieser Technik gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln einsparen. Auch wenn LED noch teurer sind als Glühbirnen, rechnet sich die moderne neue Lösung schnell.

Rund 50 Spezialisten arbeiten bei Philips in Aachen weiter an diesem Konzept, um die Anwendungen zu erweitern. Demnächst soll diese Mannschaft spürbar weiter wachsen, setzt das Unternehmen auf das hohe Potenzial.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert