Bessere Stimmung in der NRW-Wirtschaft

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Düsseldorf. Die Stimmung in der Wirtschaft Nordrhein- Westfalens hat sich einer Umfrage zufolge in den vergangenen Wochen deutlich verbessert. Der Ifo-Geschäftsklimaindex für NRW stieg im November um 3,2 auf 94,2 Punkte, teilte die Landesregierung am Mittwoch in Düsseldorf mit.

Das ist der höchste Wert seit mehr als einem Jahr. Der Tiefpunkt des Geschäftsklimas wurde in diesem Jahr im März mit 79,5 Punkten ermittelt und ist seitdem stetig gestiegen.

Die Auftragseingänge und der Export sind zwar nach wie vor noch deutlich geringer als vor einem Jahr, wie aus Mitteilungen des Statistischen Landesamtes hervorgeht. Im Vergleich der direkt aufeinanderfolgenden Monate gibt es aber Zuwächse, wenngleich noch keinen Aufwärtstrend.

Im November 2009 beurteilten die Unternehmen ihre Geschäftslage deutlich weniger negativ als im Oktober. Im Hinblick auf die Entwicklung in den nächsten sechs Monaten seien die Unternehmen erstmals seit November 2007 wieder vorsichtig optimistisch. Getragen wird der Stimmungs-Aufschwung von Industrie und Großhandel. Hier zeigen die Linien bei Geschäftslage und Geschäftserwartungen nach oben. Im Einzelhandel, der in das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft startete, zogen die Erwartungen an, während die aktuelle Lage etwas schlechter als im Vormonat beurteilt wurde. Im Bauhauptgewerbe bewerteten die Firmen ihre jetzige Lage ungünstiger und der Ausblick wurde pessimistischer.

Die Auftragseingänge, die ein Frühindikator sind, waren im Oktober um 14 Prozent geringer als ein Jahr zuvor, teilte das Statistische Landesamt am Mittwoch in Düsseldorf mit. Das ist der geringste Rückgang seit dem Oktober 2008. Im Vergleich zum September 2009 stiegen die Auftragseingänge leicht an. Das ist das zweite Mal in Folge, dass die Aufträge gegenüber dem direkten Vormonat zunehmen.

Der Exportmotor der Wirtschaft Nordrhein-Westfalens läuft noch nicht wieder rund: Im September 2009 lieferten die Unternehmen Waren im Wert von 11,6 Milliarden Euro ins Ausland, teilte das Statistische Landesamt weiter mit. Das sind gut 24 Prozent weniger als im September 2008. Gegenüber dem August 2009 nahmen die Exporte um 13 Prozent zu. Zuwächse gegenüber dem unmittelbaren Vormonat hatte es in diesem Jahr beim Export aber bereits mehrfach gegeben. Daraus entwickelte sich noch kein Aufwärtstrend. In den ersten neun Monaten 2009 insgesamt schrumpften die Exporte um gut 23 Prozent auf 101,6 Milliarden Euro.
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