Bei Windparks setzt RWE auf die Kommunen

Von: Patrick Nowicki und Christian Rein
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Windpark
In diesem Jahr will RWE unter 500 Millionen Euro in Windparks, Wasserkraftwerke und Biogasanlagen stecken. Foto: dpa

Essen/Aachen. Der RWE-Konzern schraubt auch die Investitionen in erneuerbare Energien herunter. Wie Hans Bünting, Chef der für die Ökostromsparte verantwortlichen RWE Innogy, am Mittwoch sagte, wolle man in Zukunft verstärkt auf die Werthaltigkeit von Projekten achten.

„Schulden zu machen für Wachstum, ist nicht mehr möglich.“ In diesem Jahr will das Unternehmen unter 500 Millionen Euro in Windparks, Wasserkraftwerke und Biogasanlagen stecken. Im vergangenen Jahr war es noch das Doppelte. Zudem soll deutlich Personal abgebaut werden: Von den Ende des vergangenen Jahres 1500 Mitarbeitern sollen in 2015 noch 700 bis 800 übrig sein. Dennoch will man im nächsten Jahr zum drittgrößten Betreiber in Europa von Offshore-Anlagen, also auf See, wachsen.

Setzt RWE Innogy bei diesen großen Windparks auf Banken und Fondsgesellschaften, so sollen bei sogenannten Onshore-Anlagen auf dem Festland auch Bürger, Kommunen und Stadtwerke mit ins Boot genommen werden. Das Energieunternehmen übernimmt dann die technischen Details des Baus, bei der Investition erhält es aber Unterstützung von Partnern. Es macht also aus der Not eine Tugend, da der angeschlagene Konzern ein striktes Sparprogramm aufgelegt hat und die Investitionssummen deutlich reduziert wurden.

Vor allem im Rheinischen Revier wolle man Projekte mit kommunalen Partnern umsetzen: „Es gibt ja im Regelfall klare Ratsbeschlüsse, dass Stadtwerke im grünen Bereich wachsen sollen. Die Stadtwerke haben da also einen klaren Auftrag“, sagte Bünting. Daran will RWE Innogy anknüpfen. Konkrete Zahlen nannte er nicht.

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