Bei der ZAB ist große Neugier erwünscht

Von: André Schaefer
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Großer Andrang im Eurogress: Zahlreiche Schüler nutzten die Gelegenheit, die ZAB zu besuchen. Foto: Michael Jaspers
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Offizieller Auftakt: Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (l.), Thomas Gurdon (2.v.r.) und Markus Terodde (r.) im Gespräch mit unserer Redakteurin Martina Feldhaus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Nun ist es ja nicht so, dass Rainer Beck schon immer wusste, welcher Beruf für ihn bestimmt sei. „Als Jugendlicher war lange Zeit unklar, wohin mein Weg führt“, sagt er. Heute ist Beck Projektleiter beim Eurogress Aachen. Momentan fühlt er sich als Organisator der Berufs- und Studienmesse ZAB ein wenig in die Vergangenheit zurückversetzt.

„Man hat es als junger Mensch nicht leicht, den richtigen Beruf zu finden.“ Das gelte für die heutige Zeit ebenso wie für die damalige. „Früher wären wir froh gewesen, durch eine Infoveranstaltung Einblicke in die weite Welt der beruflichen Möglichkeiten zu erhalten“, sagt Beck.

Umso erfreulicher also, dass rund 13 000 Schüler aus der Region in diesen Tagen durch die Messe der Berufskollegs der Städteregion Aachen im Kongresszentrum Eurogress in den Genuss kommen, einmal reinzuschnuppern in das breite Berufsspektrum. Seit Mittwoch hat die ZAB, die von unserer Zeitung präsentiert wird, ihre Pforten geöffnet. Rund 100 Unternehmen aus der Region nutzen noch bis Freitag die Chance, sich jungen Menschen als interessante Arbeitgeber vorzustellen.

Rouven Stahnke war 2009 auf der ZAB unterwegs, damals noch als Schüler. Neugierig wanderte er von Stand zu Stand, an einem blieb er stehen. Mit Kai Buchkremer, Elektroausbilder beim Textilunternehmen Oerlikon Schlafhorst aus Übach-Palenberg, kam er ins Gespräch. Wenig später folgte die Ausbildung zum Mechatroniker. Heute, vier Jahre später, steht Stahnke wieder am gleichen Stand – diesmal allerdings auf der anderen Seite. „Mit meinen Kollegen versuchen wir, das Interesse der jungen Leute zu wecken und sie über die beruflichen Möglichkeiten in unserem Unternehmen zu informieren“, sagt er fast so, als hätte er nie etwas anderes gemacht. „Er ist nicht auf den Mund gefallen“, sagt Ausbilder Buchkremer lachend und verrät: „Nicht alle kommen auf uns zu und stellen Fragen. Man muss die Schüler ein wenig anlocken.“

Und da reicht es wahrlich nicht aus, ein paar Gummibärchen auf die Theke zu legen. Das weiß auch Thomas Gurdon, Schulleiter des Berufskollegs Eschweiler. „Grundsätzlich haben alle Unternehmen, die hier vertreten sind, schon mal alles richtig gemacht. Denn durch ihre Anwesenheit haben sie die einmalige Möglichkeit, mit neuen potenziellen Fachkräften ins Gespräch zu kommen. Man muss die jungen Leute allerdings gezielt ansprechen“, sagt Gurdon, der sich zum Auftakt der Messe gemeinsam mit Markus Terodde, Dezernent für regionale Entwicklung, Bildung, Jugend und Kultur der Städteregion, sowie Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) den Fragen unserer Redakteurin Martina Feldhaus stellte. Für Aachens Oberbürgermeister ist die ZAB nicht einfach sinnvoll, sondern fast schon notwendig: „Der Übergang von der Schule in den Beruf ist eine entscheidende Phase. Da lohnt es sich als Jugendlicher, auch schon mal ein bisschen mehr Zeit zu investieren.“

Und was dient zur ersten Orientierung besser als ein Praktikum? Der Meinung ist auch Andreas Biegemann, stellvertretender Ausbildungsleiter bei Philips. Schon vor 18 Jahren war er bei der ZAB vertreten. „Inzwischen ist alles viel größer geworden.“. Und das Interesse seitens der Schüler? „Auch das ist fast schon mehr geworden. Zumindest sind die Schüler durch ihre Schulen gut vorbereitet, wenn sie hier ankommen“, sagt Biegemann. Für Philips als Unternehmen hat sich die ZAB in den vergangenen Jahren jedenfalls ausgezahlt. In einer betriebsinternen Umfrage gab die Mehrheit der Auszubildenden an, eben durch die Berufsmesse auf die zahlreichen Ausbildungsmöglichkeiten bei Philips aufmerksam geworden zu sein.

Die ZAB (Zukunft, Arbeit, Beruf) ist am Donnerstag von 9 bis 20 Uhr und Freitag von 9 bis 13 Uhr geöffnet.

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