Ausbildung ganz in der Nähe: Jetzt auf acubi.de

Von: Sabine Rother
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Regionalisierung erwünscht: Erwin Palm (links), Personalleiter der Aachener Firma Vygon, und seine Auszubildenden Vanessa Dickop und Nico Lammertz. Foto: Ralf Roeger
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Blick ins Online-Portal acubi.de: Ludwig Voss, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen, ist begeistert von diesem Angebot. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Koch? Das Studentenwerk Aachen bildet aus. Straßenbau? Es gibt Stellen in Heinsberg. Elektroniker? Warum nicht in Herzogenrath eine Ausbildung durchlaufen? Bei acubi.de, der neuen Online-Plattform zu Ausbildung und Berufswahl für die Region Aachen, Düren und Heinsberg, ein Angebot des Medienhauses Aachen, können sich junge Leute, die eine Lehrstelle suchen, gründlich umsehen – in ihrer Region, und das ist neu.

„Gerade das finde ich toll“, sagt Vanessa Dickop (18), die beim Medizintechnik-Hersteller Vygon in Aachen ihre Ausbildung zur Industriekauffrau beginnt. „Es ist schön, noch eine Weile Familie und Freunde in der Nähe zu haben. So ein Portal hilft dabei.“ Auch für Nico Lammertz (18), der im gleichen Unternehmen zum Fachinformatiker mit Fachrichtung Anwendungsentwicklung ausgebildet wird, ist es wichtig, die richtigen Informationen zu finden. „Ich habe mich zwei Jahre lang vorbereitet, da wäre es hilfreich gewesen, so ein Portal zu haben.“

Wer auf der Suche ist, hat nun die Chance, sich nicht nur intensiv über Berufsbilder zu informieren, sondern einen Blick in Unternehmen zu werfen, die Lehrstellen anbieten. Entscheidungshilfe bieten nicht nur Fakten und Zahlen, sondern häufig kleine Videos. Wie sieht es in diesem Unternehmen aus? Was erwartet man von den Auszubildenden, und was bietet man ihnen an?

Regionalisierung ist ein wichtiges Thema

„Das Angebot stärkt die Region, in der viele Betriebe händeringend Nachwuchs suchen“, bestätigt Ludwig Voss, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Aachen, die mit acubi.de kooperiert – und das lohnt sich für die Mitgliedsunternehmen, die einen 50-prozentigen Bonus genießen, wenn sie sich dem Portal anschließen. Das dreigeteilte Preissystem bietet jeweils für ein Jahr den Raum, um einen Ausbildungsberuf (399 Euro), bis zu drei (749 Euro) und ab vier Ausbildungsberufe (999 Euro) zu präsentieren. Auch die Kreishandwerkerschaften Rureifel und Heinsberg haben sich inzwischen angeschlossen.

Von rund 370 Ausbildungsberufen sind immerhin rund 130 im Handwerk angesiedelt. Hier ist Regionalisierung ein wichtiges Thema. „Der Fachkräftemangel beschäftigt uns sehr“, betont Voss. Schülerbetriebspraktika sind seiner Meinung nach nicht nur eine gute Einrichtung – sie bieten jungen Leuten wichtige Entscheidungshilfen, ob ein Beruf passen könnte oder nicht. „Wer Maler und Anstreicher wird, muss ausrechnen können, wie viel Tapete er für einen Raum braucht“, nennt Voss ein Beispiel. „Da muss man rechnen.“

Die Möglichkeit der Unternehmen, bei acubi.de unter anderem anzugeben, dass man solche Praktika vergibt und dass ein Auszubildender, der bei bestimmten Schulfächern allein nicht klarkommt, ausbildungsbegleitende Hilfe (ABH) in Anspruch nehmen kann, sieht er als wichtige Chance für ein Zustandekommen von Lehrverträgen. Wer möchte, kann sich sogar gleich über acubi.de bewerben. Und noch ein Aspekt kann Entscheidungen beeinflussen: Es gibt Unternehmen, die sich spezialisiert haben, da bietet die „Ausbildung im Verbund“ gute Lösungen durch Kooperationen mit anderen Betrieben.

Selbst entscheiden, was im Portrait des Unternehmens steht

Je mehr Informationen ein Betrieb im Portal veröffentlicht, umso besser. „Eine tolle Idee“, betont Erwin Palm, Personalleiter bei Vygon, wo es zwölf Ausbildungsstellen und sechs Berufsbilder gibt. „Bei Verfahrensmechanik und Mechatronik ist es knapp, da hätten wir gern mehr Bewerbungen und setzen auf acubi.de.“

Wer sich bei acubi.de präsentiert, kann selbst entscheiden, was im Porträt des Unternehmens steht. „Das ist kein komplizierter Vorgang“, versichert Theresa Creusen, Verkaufsleiterin Mediaservice Online. Und wenn jemand Unterstützung braucht? „Für eine Pauschale in Höhe von 19 Euro helfen wir dabei, Informationen und Fotos einzupflegen, da lassen wir niemanden allein“, verspricht sie. Dabei wird acubi.de alles andere als starr sein. Bewerbungsphasen oder die Zahl der Ausbildungsstellen verändern sich – hier können teilnehmende Betriebe für regelmäßige Aktualisierung sorgen.

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