Auf dem Arbeitsmarkt hält der Frühjahrsaufschwung an

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Die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen in der Region Aachen.

Aachen/Düren/Düsseldorf. Die Frühjahrssonne wärmt weiter den Arbeitsmarkt der Region. In den Bezirken Aachen und Düren sank die Arbeitslosenquote für April auf 9,3 (März: 9,4) Prozent und 8,4 (März: 8,6) Prozent. „Der Arbeitsmarkt hat sich im April dynamisch und gleichzeitig aufnahmefähig gezeigt”, kommentierte Gabriele Hilger, Leiterin der Aachener Agentur für Arbeit, die Entwicklung.

Der Rückgang um 504 Personen ist im Aachener Bezirk ähnlich hoch wie im Vormonat. Insgesamt liegt die Arbeitslosigkeit um 1814 Personen unter der Zahl des Vorjahres. Den 6950 Zugängen standen 7450 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit gegenüber - ein Beleg für die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt.

Aktuell waren Ende April 37.047 Personen im Aachener Bezirk arbeitslos gemeldet.

Im Dürener Bezirk standen 2265 Zugängen 2426 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit gegenüber. Das Stellenangebot signalisiert nach Ansicht der Dürener Agentur für Arbeit eine größere Zuversicht der Unternehmen: Mit 433 lag die Zahl der Stellenzusagen um 55 Prozent höher als im März. Insgesamt waren im Dürener Bezirk 11.148 Personen ohne Arbeit.

Das verarbeitende Gewerbe und die Baubranche verzeichneten deutliche Stellenzugänge.

Nach ersten Erkenntnissen hat die Kurzarbeit im Raum Düren weiter abgenommen. Für den April rechnet die Agentur mit Kurzarbeitsmeldung von zehn Betrieben mit 40 Betroffenen. Damit haben sich die Anzeigen im Vergleich zum Vorjahr ungefähr halbiert.

Im Aachener Bezirk sank die Zahl arbeitsloser Jugendlicher unter 25 Jahren um 13 Prozent auf 3897. Die Nachfrage nach Arbeitskräften hat sich im April gegenüber dem Vormonat von 1613 auf 1692 erhöht. Seit Jahresbeginn sind 6046 offene Stellen eingegangen - gegenüber dem Vorjahreszeitraum ein Plus um fünf Prozent. In der Region Aachen sind 4480 offene Stellen gemeldet. Auch im Raum Aachen ist die Kurzarbeit weiter gesunken: Es gingen 34 Anzeigen für 235 Betroffene ein.

Zählt man alle Personen, die sich in arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen befinden hinzu, liegt die tatsächliche Arbeitslosigkeit im Aachener Bezirk bei 51679 und in Düren bei 13961.

Erstmals seit über einem Jahr ist auch die Arbeitslosigkeit in NRW unter das Vorjahresniveau gesunken. Im April wurden 14.000 Arbeitslose weniger als ein Jahr zuvor registriert. Gegenüber dem März 2010 verringerte sich die Zahl der Arbeitslosen im April um 15.000 auf 808.000. Die Arbeitslosenquote sank von 9,1 Prozent im März auf 9 Prozent im April. Die Bundesagentur für Arbeit wollte am Donnerstag in Düsseldorf dennoch nicht von einer Trendwende sprechen: Die strukturelle Arbeitslosigkeit nehme weiter zu. So habe sich die Zahl der Langzeitarbeitslosen sogar leicht erhöht. Die Kurzarbeit ging auch auf Landesebene zurück. Im April waren etwa 7000 bis 7500 Beschäftigte davon betroffen.
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