Aixtron wirbt für Chinesen

Von: hjd
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Aixtron: Der Weg aus der Krise ist schwer. Foto: Harald Krömer

Herzogenrath. Der Herzogenrather Chip-Anlagenbauer Aixtron hat vor der geplanten Übernahme durch den chinesischen Investmentfonds Fujian Grand Chip Investment seine Verluste trotz deutlich geringerer Umsätze etwas eingegrenzt.

Zugleich appellierten Vorstand und Aufsichtsrat am Donnerstag bei der Vorlage der Halbjahreszahlen an die Aktionäre, das Angebot aus China anzunehmen. Die Inhaber des Fonds wollen sechs Euro je Aktie oder insgesamt rund 670 Millionen Euro bezahlen. Das Angebot wird wirksam, wenn mindestens 60 Prozent der Aktionäre zustimmen. Sie haben bis zum 7. Oktober Zeit, sich dafür oder dagegen zu entscheiden.

Vorstandschef Martin Goetzeler bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr 2016, machte hinter die Prognose für 2017 aber ein Fragezeichen. Der Erlös soll im Gesamtjahr demnach zwischen 170 und 200 (2015: 197,8) Millionen Euro liegen. Beim Auftragseingang werde ein Wert zwischen 180 und 200 Millionen Euro erwartet, ein Plus von bis zu einem Fünftel im Vergleich zum Vorjahr. Beim Ergebnis erwartet der Vorstand weiter rote Zahlen. Ob Aixtron dann 2017 vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) wie bislang geplant wieder in die Gewinnzone zurückkehren könne, sei nun offen.

Im ersten Halbjahr sackten die Umsatzerlöse um knapp ein Drittel auf 55,5 Millionen Euro ab, verbesserten sich aber von 21,4 Millionen Euro im ersten Quartal auf 34,1 Millionen im zweiten. Das operative Ergebnis war im Halbjahr mit 25,9 Millionen Euro im Minus – nach 26,7 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Verlust von 26,6 Millionen Euro, nach 27,6 Millionen Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang sank um sechs Prozent auf 95,5 Millionen Euro, verbesserte sich jedoch vom ersten zum zweiten Quartal um 15 Prozent.

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