Aixtron und das Warten auf Belebung

Von: Berthold Strauch
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Hier liegt die Zukunft von Aixtron: Das Herzogenrather Unternehmen konzentriert sich auf den Hauptsitz Dornkaulstraße. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Der laufende Umstrukturierungsprozess als Folge eines massiven Auftragseinbruchs führt bei Aixtron zu einer strategischen Neuaufstellung. Wie Guido Pickert, Sprecher des Herzogenrather Herstellers von Spezialmaschinen für die Halbleiterindustrie, gegenüber unserer Zeitung bestätigte, wird sich Aixtron mit seinen Niederlassungen im Stadtteil Kohlscheid weitgehend auf einen Standort konzentrieren. Damit sollen spürbar Kosten eingespart werden.

Neuer Hauptsitz soll demnach das Forschungs- und Entwicklungszentrum an der Dornkaulstraße werden. Das bedeutet in der Konsequenz: Die im Technologiepark Herzogenrath (TPH) an der Kaiserstraße angemieteten Büroflächen sollen bis Ende dieses Jahres geräumt werden. Darüber hinaus werde Aixtron laut Pickert auch das dem TPH benachbarte Produktionsgebäude weitgehend freiziehen. Allerdings wolle man diesen Standort zunächst nicht aufgeben, sondern „als Puffer zur Verfügung halten“, fügte Pickert an. Teile der Produktion und der Labore sollen vorerst dort bleiben. Weitere Nutzungspläne der dort künftig freien Flächen gebe es noch nicht, so Pickert.

Auf längere Sicht bleibe es indes bei der Option, sich komplett auf einen Standort zu konzentrieren. Darüber hinaus seien derzeit keine weiteren Einschränkungen geplant. Der von Konzernchef Martin Goetzeler präsentierte Restrukturierungsplan werde weiter systematisch abgearbeitet. Die geplanten Personalstreichungen seien weitgehend abgeschlossen. Am Stammsitz Herzogenrath sei die Zahl der Mitarbeiter auf rund 400 reduziert worden.

Die erhoffte Belebung des Marktes sei bislang noch nicht eingetreten, fügte Pickert an. Der Auftragseingang lasse noch weiter zu wünschen übrig. Positiv stimme indes, dass die Nachfrage von Endprodukten, die mit Hilfe der Aixtron-Maschinen hergestellt werden könnten, spürbar angezogen sei, insbesondere der Absatz von LED-Beleuchtungselementen. Dies sei „eine wichtige Voraussetzung“ für eine Belebung der Geschäfte des im deutschen Aktienindex Tec-Dax notierten Unternehmens. „Wir wollen Aixtron fit machen für die nächste Nachfragesteigerung.“

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