Aixtron investiert 40 Millionen Euro in Kohlscheid

Von: Beatrix Oprée
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Brandneu: Das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Aixtron AG im Gewerbegebiet Dornkaul. Foto: Beatrix Oprée

Herzogenrath. Mit einem neuen Forschungs- und Entwicklungszentrum im Gewerbegebiet Dornkaul in Herzogenrath-Kohlscheid möchte die Aixtron AG, Weltmarktführer in der Herstellung von Anlagen zur LED-Produktion, ihren Vorsprung langfristig sichern.

Vorstandsmitglied Bernd Schulte stellte die ehrgeizigen Pläne zusammen mit dem Herzogenrather Bürgermeister Christoph von den Driesch vor. Schon im Dezember 2001 hatte das Unternehmen die 60.000 Quadratmeter große Fläche erworben, im Mai 2009 wurde die Hauptverwaltung von Aachen nach Herzogenrath verlegt.

Rund 40 Millionen Euro möchte die TecDax-notierte Firma in den kommenden zwei bis drei Jahren investieren, um Laborfläche und Raum für den Prototypenbau zu schaffen, denn die Entwicklung auf dem LED-Sektor vollzieht sich immer schneller.

Aixtron will gewappnet sein für die nächste und übernächste Generation im Anlagenbau. Der erste Bauabschnitt auf rund einem Drittel der Fläche soll schon zum Herbst bezugsfähig sein, mit Raum für 350 Ingenieure und Techniker. Insgesamt beschäftigt Aixtron in Herzogenrath 400 festangestellte Mitarbeiter, dazu kommen 200 Kollegen aus Arbeitsüberlassung sowie bis zu 300 mit Werksverträgen. Zu den rund 700 weltweit festangestellten Mitarbeiten sollen in 2010 weitere 100 dazukommen, von denen die Mehrzahl in Herzogenrath eingeplant ist. Die neu zu bebauende Gesamtfläche bietet Raum für 700 Mitarbeiter.

Sukzessive soll der Umzug nach Dornkaul vollzogen werden. Am jetzigen Standort Kaiserstraße werden dann die dringend benötigten Kapazitäten frei für die Produktion der Standard-Depositionsanlagen. Von 50 Anlagen pro Quartal habe sich das Auftragsvolumen auf 100 Anlagen verdoppelt führt Guido Pickert, Leiter Investment Relations, die rasante Entwicklung vor Augen. Was sich äußerst positiv auf die Aktie ausgewirkt habe, die in 2009 um 400 Prozent gestiegen sei. Für 2009 erwartet Pickert mit 280 Millionen Euro bei einer operativen Marge von 18 Prozent ein Umsatzniveau auf Rekordhöhe. Im Laufe von 2009 war das Auftragsniveau pro Quartal von 30 Millionen auf 118 Millionen Euro gestiegen.

Und der LED-Boom beginnt erst, auf dem TV-Sektor genauso wie in der Automobil-Industrie und im Bereich Beleuchtung allgemein. Der Kunde verlange immer höhere Leistungsfähigkeit bei gleichzeitiger Sicherung der Kosteneffizienz, legt Schulte dar: „Nun schalten wir einen Gang höher, um der Konkurrenz weiter einen Schritt voraus zu sein.”
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