Aixtron: Geplanter Verkauf soll US-Behörden alarmiert haben

Von: hjd
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Am Mittwoch meldete das „Handelsblatt“, der Deal habe US-Geheimdienste auf den Plan gerufen. Foto: dpa

Berlin/Herzogenrath. Jeden Tag kommen mehr Details zu den Gründen zum Vorschein, warum das Haus von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) die geplante Übernahme des Herzogenrather Spezialmaschinenbauers Aixtron durch den chinesischen Investor Fujian Grand Chip Investment erneut auf den Prüfstand stellen wird.

Am Mittwoch meldete das „Handelsblatt“, der Deal habe US-Geheimdienste auf den Plan gerufen. Diese hätten in Berlin Ermittlungsergebnisse präsentiert, wonach Produkte von Aixtron auch militärisch genutzt werden könnten. In Washington werde befürchtet, dass China Chips von Aixtron in seinem Nuklearprogramm einsetzt.

Eine Sprecherin von Gabriels Ministerium bestätigte lediglich, dass „Erkenntnisse ausländischer Geheimdienste eine Rolle bei solchen Bewertungen“ spielten. Ein Aixtron-Sprecher stellte hingegen klar, man produziere „keine Bauteile oder Chips, sondern Anlagen für die Halbleiterindustrie“. Aixtron habe mehr als 3000 dieser Anlagen weltweit verkauft.

Die Aufträge seien von den Behörden freigegeben worden – unter anderem für den Export nach China. Und: Bislang seien keine konkrete Fragen des Ministeriums „im Rahmen der vertieften Prüfung an Aixtron herangetragen worden“.

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