Aixtron erreicht 2008 Ziele

Von: Rolf Obertreis
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Aachen. Trotz erkennbar zurückgehender Aufträge glaubt Paul Hyland, Chef des Aachener High-Tech-Anlagebauers Aixtron, an eine rosige Zukunft des Unternehmens.

„Die Chancen für unsere Firma waren noch nie besser”, sagte er am Donnerstag bei der Bilanz-Pressekonferenz in Frankfurt.

Zum einen stehe Aixtron nach einem neuerlichen Rekordjahr auf einer sehr guten finanziellen Basis und habe keine Bankschulden.

Zum anderen seien vor allem die Aussichten für das Geschäft mit Anlagen zur Herstellung von Leuchtdioden (LED) sehr gut.

2009 rechnet Hyland zwar mit zurückgehenden Umsätzen, weil zunächst weniger Aufträge eingehen.

Aber ab der zweiten Jahreshälfte erwartet er eine deutliche Besserung. „Wir gehen auch das Jahr 2009 mit Zuversicht an. Wir sind für die Wirtschaftskrise gut gewappnet.”

Mittelfristig setzt Aixtron darauf, dass die Nachfrage nach LED deutlich anzieht. Sie werden unter anderem eingesetzt für die Hintergrundbeleuchtung von Notebook-Bildschirmen, Monitoren und Flachbildfernsehern, kommen aber auch bei der Beleuchtung von Autos, in Büros und Wohnungen und an Straßen zum Einsatz. Spätestens in zwei Jahren werde für LED der Durchbruch kommen, sagt Hyland.

Keine konkrete Prognose

Auch 2008 waren LED-Anlagen der Hauptumsatztreiber für Aixtron. Hier verbuchte das Unternehmen ein Umsatzplus von 62 Prozent auf knapp 234 Millionen Euro.

Bei Anlagen für die Halbleiter-Industrie dagegen musste ein Umsatz-Einbruch um 72 Prozent auf knapp 12 Millionen Euro hingenommen werden. Insgesamt aber kletterte der Umsatz 2008 um 28 Prozent auf den neuen Rekordwert von gut 274 Millionen Euro.

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich sogar um 58 Prozent auf 32,5 Millionen Euro, nach Steuern blieben mit 23 Millionen Euro ein Plus von 33 Prozent. Die Dividende soll von sieben auf neun Euro-Cent steigen, damit will Aixtron rund 35 Prozent des Gewinns ausschütten.

Der Auftragseingang blieb zwar im Vergleich zum Vorjahr stabil, im vierten Quartal schrumpfte er aber gegenüber dem Vorquartal um 22 Prozent.

Der Auftragsbestand lag Ende Dezember bei 105 Millionen Euro. „Unser Geschäft bleibt trotzdem stark”, sagt Hyland.

Für 2009 gibt er keine konkrete Prognose. Er rechnet aber fest mit einem positiven Ergebnis. Die Zuversicht des Managements zeigt sich auch im Blick auf die Beschäftigung.

2008 ist die Zahl der Mitarbeiter weiter von 609 auf 619 gestiegen. Rund 430 davon sind in Aachen und in Herzogenrath beschäftigt, knapp 100 in den USA und gut 80 in Asien.
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