Aixtron baut 60 Arbeitsplätze ab

Von: hjd
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Das Gesamtunternehmen im Blick: Aixtron-Vorstandschef Martin Goetzeler muss einen weiteren Personalabbau verkünden.

Herzogenrath. Der Umbau beim Herzogenrather Anlagenbauer Aixtron geht weiter – und bringt einen neuen Stellenabbau mit sich. Konzernweit sollen rund 60 von insgesamt rund 800 Stellen gestrichen werden, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Am Nachmittag wurden die Mitarbeiter über die Pläne informiert. Zügig sollen nun die Verhandlungen mit dem Personal- und Betriebsrat beginnen. Das Ziel: ein sozialverträglicher Arbeitsplatzabbau. Ob das in allen Fällen gelingen wird, bleibt abzuwarten.

„Sich von Mitarbeitern zu trennen, fällt immer schwer. Wir als Vorstand sind hier aber in der Verantwortung, das Gesamtunternehmen im Blick zu haben. Vor diesem Hintergrund wurde auch schon Mitte letzten Jahres der Vorstand auf zwei Personen reduziert“, erklärte Vorstandschef Martin Goetzeler. Finanzchef Wolfgang Breme hatte das Unternehmen zum 31. Mai verlassen.

Der Stammsitz in Herzogenrath ist mit 40 bis 45 Stellen betroffen, erklärte Unternehmenssprecher Guido Pickert am Donnerstag auf Anfrage unserer Zeitung. In welchen Bereichen Mitarbeiter gehen müssen, hängt stark mit der Anpassung der Unternehmensorganisation an die sich verändernden Kunden- und Marktanforderungen zusammen.

Aixtron stellt Hightech-Anlagen für Halbleiter und Leuchtdioden her. Das Geschäft war in den vergangenen Jahren starken Schwankungen unterworfen. Konkret bedeutet das laut Pickert: Kunden verlangen verstärkt nach prozess- und anwendungsorientierten Lösungen, und die Nachfrage im Markt hat sich regional verschoben. Der Blick geht dabei stark in Richtung China: So hatte Aixtron Ende September von der chinesischen San’an Optoelectronics Co. Ltd. den größten Auftrag der Unternehmensgeschichte über 50 MOCVD-Showerhead-Anlagen modernster Prägung erhalten.

Das Herzogenrather Unternehmen hatte im dritten Quartal des Vorjahres stabile Umsatzerlöse in Höhe von 45,6 Millionen Euro erwirtschaftet. Das Bruttoergebnis fiel mit 6,5 Millionen Euro geringer aus, am Ende des Quartales stand ein operativer Verlust vor Steuern und Zinsen in Höhe von 17,9 Millionen Euro. Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 und eine Prognose für 2015 wird Aixtron am 25. Februar abgeben.

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