Agit verzeichnet „Superjahr” für Gründungen

Von: Berthold Strauch
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Aachen. Von einem „Superjahr” war die Rede, als am Donnerstag die Bilanz der Aachener Gesellschaft für Innovation und Technologietransfer (Agit) für 2010 vorgelegt wurde.

Die regionalen Wirtschaftsförderer hätten allein die Anzahl ihrer Gründungs- und Wachstumsberatungen mehr als verdoppeln können, berichteten Agit-Geschäftsführer Helmut Greif und Aufsichtsratsvorsitzender Dieter Philipp, der auch Präsident der Handwerkskammer Aachen ist.

„So gut wie noch nie in diesem Jahrtausend”, so Greif, sei die Zahl der Gründungen technologieorientierter Unternehmen ausgefallen. 2009, nach der großen Wirtschaftskrise, seien es nur 23 Firmen gewesen, im folgenden Jahr waren es schon 40. Auf der Basis der Businesspläne erwartet die Agit mehr als elf Millionen Euro an Investitionen und rund 230 neue Arbeitsplätze aus diesem Aufgabenfeld.

Mit den Zahlen schneide die Agit auch bundesweit hervorragend ab, verwies Greif insbesondere auf den wertvollen Einfluss seitens der RWTH. Die „hervorragende Qualität” der Gründer lasse sich auch daran festmachen, dass deren Überlebensrate am Markt binnen fünf Jahren im Durchschnitt über 90 Prozent liege.

„Gute Startchancen” böten auch die beiden Technologiezentren der Agit am Europaplatz und nahe dem Klinikum, spezialisiert auf Biomedizintechnik. Dort entsteht gerade ein Neubau, der am 2. Mai übergeben werden soll und bereits weitgehend vermietet sei.

Produktionstechnik, Maschinenbau, Life Science, Information und Kommunikation sowie Automobiltechnik und moderne Werkstoffe machten den Schwerpunkt der Neulinge aus.

Zufrieden sind Greif und Philipp auch mit der Bilanz der Neuansiedlungen aus dem Ausland: elf gegenüber neun in 2009. Etwa 540 neuen Arbeitsplätze sollen geschaffen werden, unter anderem vom Callcenter Adler Global, dem Medizintechnikspeezialisten Cook Medical und Xtreme, das innovative Lichtquellen entwickelt.

Als erfreulich wertet die Agit die Nachfrage aus Ländern wie den USA und China, wo sich das eigene Büro in Aachens Partnerstadt Ningbo positiv auswirke. Aus China erwartet Greif 2011 attraktive Investoren-Ansiedlungen.

Erfolge verzeichnen ebenso die Aktivitäten des von Agit-Geschäftsführer Ulrich Schirowski verantworteten Akquisionsbemühungen um Förderprojekte des Landes. Dabei sei die Region Aachen dank „starker Ideen” die erfolgreichste in NRW mit 150 gewonnenen Projekten und einem Fördervolumen von 165 Millionen Euro binnen fünf Jahren. Dabei ragen Energieforschung und Automotive heraus. Nach den ersten Erfahrungen wird für 2011 mit ähnlich guten Zahlen gerechnet.
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