Ab nach München! Die Generali baut ab und um

Von: tka
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Der Sitz der Generali Holding in Köln. Foto: Marius Becker/dpa

Aachen/München. Die Generali in Deutschland will sich neu aufstellen – und wird im Zuge dessen bis Anfang 2018 rund 1000 Stellen abbauen und seinen Hauptsitz von Köln nach München verlagern. Nach vier Monaten „intensiver Verhandlungen“ hätten sich Unternehmensleitung und Betriebsräte geeinigt, wie die Strategie umgesetzt werde, hieß es nun in einer Mitteilung der Generali.

Hartnäckig halten sich Gerüchte, dass vom Umbau des zweitgrößten deutschen Erstversicherungskonzerns und Europas größtem Lebensversicherer auch der Standort Aachen in größerem Stil betroffen sei. In Aachen beschäftigt die Generali-Deutschland-Gruppe 1750 Menschen (1650 Vollzeitstellen) – insbesondere bei den AachenMünchener-Versicherungen (550 Mitarbeiter) und in zwei Informationsverarbeitungszentren.

„Noch nichts Spruchreifes“

AachenMünchener-Sprecher Jörg Linder erklärte auf Anfrage, es sei noch zu früh, um Details zu den Auswirkungen auf die AachenMünchener in Aachen zu sagen. „Es gibt noch nichts Spruchreifes.“ Er bestätigte aber, dass die AM bei der Neuausrichtung der Generali in Deutschland nicht außen vor sei.

Letztlich ginge es dem Unternehmen darum, sogenannte Stabsbereiche zu zentralisieren. Sprich: Der viel verzweigte Generali-Konzern, zu dem nebend er AachenMünchener auch CosmosDirekt, Central Krankenversicherung, Advocard und Deutsche Bausparkasse Badenia und Dialog zählen, will sich keine Doppelstrukturen, etwa in der Verwaltung, mehr leisten.

Insbesondere Bereiche ohne Kundenkontakt sollen auf Landesebene zusammengefasst werden. Sach- und Personalkosten sollen „signifikant reduziert“ werden, heißt es. Mit Sicherheit wird dies auch die Präsenz der Generali beziehungsweise der AachenMünchener in Aachen verändern.

Der geplante Stellenabbau soll laut Generali – die bundesweit 13.500 Mitarbeiter hat – ohne betriebsbedingte Kündigungen ablaufen, stattdessen wurde ein Freiwilligenprogramm mit den Betriebsräten vereinbart, das auf vorzeitigen Ruhestand und Abfindungen setzt. „Den Stellenabbau sowie die Standortverlagerungen werden wir auf freiwilliger, sozialverträglicher Basis erreichen“, kündigte Ulrich C. Nießen, Personalvorstand der Generali Deutschland AG, an.

Bereits im Mai hatte die Generali erste Pläne zur Neuausrichtung bekanntgegeben. Ziel sei es, Deutschlands führender Privatkundenversicherer zu werden. „Unseren Kurs werden wir in diesem Jahr beschleunigen und dabei die geplanten Veränderungen rasch und konsequent umsetzen, um so unsere Ziele zu erreichen“, erklärte der Vorstandsvorsitzende der Generali Deutschland AG, Giovanni Liverani.

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