Aachener Institut testet am BER den Brandschutz

Von: ik
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Berlin Flughafen BER
In die Überprüfung des kritisierten Brandschutzes am Berliner Flughafen ist ein Aachener Institut involviert. Foto: Ralf Hirschberger/dpa

Aachen. Die am Montag bekannt gewordenen erneuten Mängel am Berliner Hauptstadtflughafen werfen weitere Fragen zum ohnehin schon kritisierten Brandschutz des Großprojekts auf.

In dessen Überprüfung war auch ein Aachener Institut involviert: Das Institut für Industrieaerodynamik, kurz IFI, hatte in den Jahren 2012 und 2013 Brandrauchversuche an dem Flughafen durchgeführt.

Dabei erzeugen sie mit Simulationseinheiten kontrolliert Feuer, um zu testen, ob der entstehende Rauch wie geplant abzieht. „Unter anderem testeten wir, ob die Rauchgasventilatoren in der Check-In-Halle funktionieren“, erklärte auf Nachfrage Dr. Rolf-Dieter Lieb, Geschäftsführer des Instituts. Darunter waren wahrscheinlich auch die Ventilatoren, die nun im Verdacht stehen, das in der Dachstatik kalkulierte Gewicht zu überschreiten. „Unsere Versuche an den Ventilatoren verliefen alle zufriedenstellend“.

Für den Einbau der Ventilatoren sei das Institut nicht verantwortlich, betonte Lieb: „Wir wurden erst bei der geplanten Abnahme eingebunden.“ Umsetzung und Bauüberwachung läge im Aufgabenbereich der Planungsgruppe inklusive Statikern. Seit Dienstag ermittelt die Staatsanwaltschaft am Flughagen wegen fahrlässiger Baugewährdung.

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