Aachener Dienstleistungsforum thematisiert neues Käuferverhalten

Von: chm
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In Dienstleistungen liegt Zukunft: Davon handelte der Vortrag von Ramón Somoza. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Als Dienstleistungsgesellschaft gilt Deutschland nicht gerade. Im öffentlichen Bewusstsein hat sich eher die berühmte Service-Wüste gespeichert. Wirtschaftlich betrachtet dominieren Dienstleistungen die Bundesrepublik allerdings längst.

„Rund 70 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden durch diesen Sektor erwirtschaftet”, sagte Thomas Rachel, Parlanentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, als er am Mittwoch das 12. Aachener Dienstleistungsforum eröffnete.

Der Untertitel der zweitägigen Veranstaltung lautet in diesem Jahr „Mit Dienstleistungen die Weichen neu stellen - Stabilisieren und Erfolg sichern”. Wie im Vorjahr begrüßte der Veranstalter des Forums, das Forschungsinstitut für Rationalisierung (FIR) an der RWTH Aachen, knapp 140 Teilnehmer. Prof. Günther Schuh, Direktor des FIR, machte deutlich, inwiefern sich Käuferverhalten in den vergangenen Jahren verändert hat.

„Der Kunde fordert nicht einfach nur ein Produkt, sondern eines, das in ein ganzes Dienstleistungspaket eingewickelt ist.” Genau darin bestehe großes Erfolgspotenzial für Unternehmen. Bisher werde dies noch viel zu selten genutzt. Als Beispiel nannte Schuh den Verkauf einer Maschine. „Dort gibt es jedes Mal zwischen 25 und 35 Dienstleistungsschritte, die bisher nicht bepreist werden.” Dienstleistungen seien nicht länger bloßes Instrument, ein Produkt zu stabilisieren, sondern helfen ein gutes Stück weit, Liquiditätsprobleme in Unternehmen zu heilen.

Wie ein Unternehmen den Dienstleistungsgedanken konsequent und im großen Stil umsetzen kann, verdeutlichte Ramón Samozo, Direktor des Technischen Kundendienstes bei IBM Deutschland. Dort wurden 2008 55 Prozent des Umsatz im Servicesektor erwirtschaftet. „Momentan sind im Dienstleistungsumfeld viele rasante Veränderungen im Gange.” Als ein Beispiel von vielen nannte er die Prognose, dass es 2011 eine Trillion über das Internet verbundene Gegenstände geben wird. „Um mithalten zu können, muss sich jedes Unternehmen auf neue Herausforderungen einstellen”, sagte er.
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