Aachen - Aachen will zum Labor für den urbanen Verkehr werden

Aachen will zum Labor für den urbanen Verkehr werden

Von: hjd
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e.GO Life
Damit die Mobilität der Zukunft „erfahrbar“ wird, will Aachen zum Labor für den urbanen Verkehr werden. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Die Stadt Aachen als Demonstrationslabor für die Mobilität von morgen: Diesen nicht gerade bescheidenen Anspruch hat ein Konsortium von bislang sieben Partner (weitere sind willkommen), das Lösungen für ein zukunftstaugliches Verkehrskonzept entwickeln und direkt im öffentlichen Raum erproben will. Der Startschuss für die Initiative, die unter dem Label „Erlebniswelt Mobilität Aachen“ firmiert, fiel jetzt im Rathaus mit der Unterzeichnung eines Abkommens.

Partner des auf drei Jahre angelegten Projekts sind die Stadt Aachen, die e.GO Mobile AG, Aseag, Ericsson, die FEV Europe GmbH, die Lumileds Germany GmbH und das PEM der RWTH Aachen. Drei technologische Trends bzw. Herausforderungen stehen dabei im Fokus: Elektromobilität, autonomes Fahren und Konnektivität, also ein Transportsystem, das durch ein vernetztes Verkehrsmanagement die Vision einer „Smart City“ Wirklichkeit werden lässt. „ “

Denn das Projekt bezieht sich ausdrücklich auf den urbanen Raum – in diesem Fall: die Aachener Innenstadt inklusive Campus. Hier sollen die zu entwickelnden Konzepte ganz konkret „erfahrbar“ werden. Dazu gehören etwa autonom fahrende Busse, die auf ausgewiesenen Teststrecken bis in Wohngebiete hinein fahren sollen, Parkhäuser, in die Fahrzeuge autonom, also selbstständig abgestellt werden können, Systeme für die Warenanlieferung, die elektrisch funktionieren, aber auch sogenannte Smart-Hiking-Systeme, die effektive, abgestimmte und ressourcenschonende Lösungen für den Individualverkehr ermöglichen.

All das wollen die Partner in „Living Labs“ entwerfen und – ganz wichtig – dabei den direkten Austausch mit den Bürgern der Stadt suchen. Denn die sollen mit ihren Bedürfnissen, Erwartungen oder auch Befürchtungen aktiv in die Gestaltung der Mobilitätskonzepte einbezogen werden. Die Partner des Konsortiums wollen das ganz offensiv betreiben – mit Informationsveranstaltungen oder auch Pop-up-Stores, also spontan und vorübergehend eingerichteten Anlaufstellen.

Die Kosten des Projekts – derzeit vor allem fürs Personal – werden von den Partnern gestemmt. Wenn es dann an die konkrete Umsetzung der Infrastruktur geht, sind Fördergelder aber durchaus willkommen. Die NRW-Landesregierung hat bereits Interesse an dem Konzept der „Erlebniswelt Mobilität“ bekundet.

 

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