Aachen bei Elektromobilität auf dem Weg an die Spitze

Von: Berthold Strauch
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Start am Tivoli vom Beifahrers
Start am Tivoli vom Beifahrersitz aus: Aachens Bürgermeisterin Margarethe Schmeer mit Projektleiter Peter Wolters (hinten). Foto: Ralf Roeger

Aachen. Fast geräuschlos startete am Mittwochmittag an einer Stelle, die von großer Leidenschaft geprägt ist, ein markantes Zukunftsprojekt: Am neuen Tivoli wurde der offizielle Startschuss für Aachen als „Modellregion für Elektromobilität” gegeben.

Denn wie es sich geziemt, ist die elektrisch angetriebene Kraft in den ersten vier von elf umgebauten Fiat 500 praktisch nicht zu hören. Und so mussten sich die ersten „Testfahrer” zunächst ein wenig hupend den Weg freimachen für ihre Proberunden - die im Übrigen problemlos und störungsfrei bewältigt wurden.

Und selbst aus dem fernen Berlin meldete sich dazu Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) gegenüber unserer Zeitung markant zu Wort. „Mit Aachen konnten wir nun einen der bundesweit wichtigsten Forschungsstandorte in unsere Modellregion Rhein-Ruhr einbinden.” Von dieser Gemeinsamkeit erhofft er sich „wichtige Erkenntnisse aus der Praxis”, wenn die kleinen Elektroflitzer nun, wie berichtet, die Straßen der Region erobern.

Wenn Ramsauer davon spricht, dass Deutschland „zum Leitmarkt für Elektromobilität” gemacht werden solle, wollen ihrerseits auch die Aachener einen gehörigen Anteil davon abbekommen. Und so sind die Verantwortlichen, zu denen neben der Stadt und anderen Partnern auch die Elite-Universität RWTH mit vier renommierten Instituten, der Energieversorger Stawag sowie das Industrieunternehmen FEV Motorentechnik zählen, fest davon überzeugt, dass Aachen zu einem sogar europaweit anerkannten Kompetenzzentrum aufsteigen könne.

So formulierte es optimistisch die Umweltdezernentin Gisela Nacken beim Auftakt des parallel am Tivoli stattfindenden „1. Aachener Zukunftsforums E-Mobilität”. Dazu bevölkerten rund 100 Experten aus dem ganzen Land den Businessbereich des Stadions.

Mit den Teilprojekten „E-Aix” und „Smart Wheels” soll die neue Technologie auf die Straße gebracht, dabei Infrastruktur- und Abrechnungsmodelle erprobt werden. Die Konzepte werden vom Bund üppig gefördert. Und eine „Erlebniswelt Elektromobilität soll die Bürger für das Thema begeistern.

Seit Mittwoch, berichtete Peter Wolters von FEV zufrieden, mischt ab sofort auch die Deutsche-Bahn-Tochter DB Rent in Aachen mit.
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