24 Spitzenkräfte folgen Ruf aus Aachen

Von: Christina Merkelbach
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Empfang im Weißen Saal des Aa
Empfang im Weißen Saal des Aachener Rathauses: Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) hieß gestern 24 IT-Fachkräfte aus Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien willkommen. Sie haben sich bei der „Nacht der Unternehmen” über Jobmöglichkeiten bei Unternehmen in der Region informiert. Foto: Michael Jaspers

Aachen. Aus „5 x 5” sind dann doch „4 x 6” geworden. Statt 25 aus fünf EU-Ländern sind seit Dienstag jeweils vier IT-Spitzenkräfte aus Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Bulgarien und Rumänien zu Gast in Aachen.

Ausgegangen ist die Initiative vom Regionalen Industrieclub Informatik Aachen (Regina) in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Aachen-Düren. Deren Zentrale Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) hat das Ganze koordiniert. 250 Ingenieure und Ingenieurinnen haben sich beworben, aus ihnen hat die ZAV 70 ausgewählt. Das letzte Wort hatten dann die zehn „5 x 5”-Sponsoren: IT-Unternehmen aus der Region, die den Fachkräftemangel bereits schmerzlich spüren. Und beide Seiten profitieren, denn in den krisengeschüttelten EU-Ländern haben derzeit auch top ausgebildete Menschen keine Chance.

„Wir sind darauf angewiesen, dass ausländische Fachkräfte zuziehen”, sagt Rolf Geisen von Regina. Gleichwohl müsse man aber auch damit rechnen, dass einige nach ein paar Jahren zurück in ihr Heimatland wollten, wenn es die Wirtschaft dort wieder zulasse. „Und wer weiß, im Idealfall geht vielleicht einer dieser jungen Menschen zurück und eröffnet dort die Niederlassung einer Aachener Firma.”

Bei der „Nacht der Unternehmen”, die am Mittwoch stattfand, nutzten die 24 heiß begehrten ITler wie auch rund 1800 Aachener Studenten die Gelegenheit, potenzielle Arbeitgeber vor Ort zu besuchen. Begegnungen, die beide Seiten mit Spanung erwartet hatten. „Was wir bisher an Resonanz erfahren haben, ist durchweg positiv”, sagt Rolf Geisen. Einzig die Sprachbarriere habe sich gelegentlich bemerkbar gemacht. „Das ist aber kein Problem, dass sich nicht überwinden ließe.” Zumal die 24 Ingenieure und Ingenieurinnen - zwei Frauen sind in der Gruppe - alle Deutsch lernen wollen.

Wie sehr man sich bei den IT-Unternehmen in der Region um die ausländischen Fachkräfte reißt, zeigt das Beispiel des 25-jährigen Jonatan Suárez. Schon bevor er zur „Nacht der Unternehmen” aufbrach, hatte er drei Vorstellungsgespräche. Und drei Angebote in der Tasche.

Am Mittwoch hieß Aachens Oberbürgermeister Marcel Philipp (CDU) die 24 Top-Kräfte samt Gasteltern willkommen. „Europa kann es sich nicht leisten, seine bestausgebildetsten jungen Menschen zu verlieren”, sagte er. Denn Angebote gibt es natürlich nicht nur aus Aachen. Andere Städte, vor allem in Süddeutschland, locken mit großen Namen.
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