Essen/Aachen - 1,7 Milliarden Gewinn, doch RWE muss sparen

1,7 Milliarden Gewinn, doch RWE muss sparen

Von: Patrick Nowicki
Letzte Aktualisierung:
RWE
Der Vorstandsvorsitzende von RWE, Peter Terium (2.v.l.), und seine Vorstandskollegen Rolf Martin Schmitz (l-r), Bernhard Günther und Uwe Tigges posieren im Anschluss an die Bilanzpressekonferenz in der Zentrale in Essen. Foto: Rolf Vennenbernd/dp

Essen/Aachen. Der Energiekonzern RWE steckt weiter im Tal. Dies jedenfalls sagt der Vorstandschef Peter Terium, der am Dienstag in der Bilanzpressekonferenz in Essen die Zahlen des Jahres 2014 präsentierte. Immerhin 1,7 Milliarden Euro Gewinn verzeichnete der Energieversorger im vergangenen Jahr.

Die Aktionäre, dazu zählen auch zahlreiche Kommunen in unserer Region, erhalten wieder eine Dividende in Höhe von einem Euro pro Aktie. Dennoch spricht Terium davon, dass die wirtschaftliche Situation in der konventionellen Stromerzeugung dramatisch sei.

Als Reaktion auf die weiterhin niedrigen Erlöse in de Stromerzeugung soll das derzeit laufende Sparziel, das 1,5 Milliarden Euro jährlich umfasst und schon in diesem Jahr erreicht werden soll, um weitere 500 Millionen aufgestockt werden. Bis zum Jahr 2017 will man diese Marke erreichen.

Wie RWE-Sprecherin Stephanie Schunck auf Anfrage mitteilt, wolle man „administrative Prozesse“ verschlanken. Die Braunkohle-Tagebaue und -Kraftwerke im Rheinischen Revier seien von der Erweiterung des Sparprogramms nicht betroffen. Die Schließung des ein oder anderen Braunkohle-Kraftwerksblocks im Zukunft will die RWE-Konzernleitung jedoch nicht kategorisch ausschließen.

„Allerdings gibt es keine Stilllegungsbeschlüsse und auch keine Planungen in diese Richtung derzeit“, betont Schunck. Man habe nicht umsonst viel Geld in die Modernisierung des Kraftwerkparkes gesteckt. Dennoch schaue man sich jeden Standort an.

Konzernchef Terium erneuert den Ruf nach politischer Unterstützung. Die Konzerne wie RWE und EON fordern einen Kapazitätsmarkt, der auch das Bereitstellen eines Kraftwerksparks vergütet. Auch wartet man in Essen noch die Leitentscheidung des Landes NRW zu Garzweiler II ab. RWE steht auf dem Standpunkt, den Tagebau in seiner ursprünglichen Planung fortzuführen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert