Milliardendeal: Eon verkauft Gasnetz an Finanzinvestoren
Düsseldorf. Der größte deutsche Energiekonzern Eon hat einen Käufer für sein Ferngasnetz ausgewählt. Das 12 000 Kilometer lange Netz geht wie erwartet für 3,2 Milliarden Euro an ein Konsortium um die australische Bank Macquarie, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte.
Dax macht Anfangsverluste großteils wett
Frankfurt/Main. Nach zwei schwachen Tagen hat sich der Dax am Mittwoch etwas stabilisiert. Dank der Beruhigung an einigen europäischen Anleihemärkten machte der deutsche Leitindex seine Anfangsverluste großteils wett, die ihn bei 6297 Punkten auf den niedrigsten Stand seit Mitte Januar gedrückt hatten.
Entscheidung über Astra-Werke steht kurz bevor
Rüsselsheim/Bochum. Die Entscheidung über die künftigen Produktionsstandorte für den Opel Astra steht unmittelbar bevor. Ein Sprecher des Autoherstellers bestätigte am Mittwoch, dass den Beschäftigten im britischen Ellesmere Port ein Angebot unterbreitet worden sei.
Durchbruch bei Metall-Tarifverhandlungen noch fern
Sindelfingen. Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie starten IG Metall und Arbeitgeber an diesem Freitag einen neuen Anlauf, um den ersten groß angelegten Streik seit zehn Jahren zu verhindern.
EZB-Chef für Verbleib von Griechenland in der Eurozone
Frankfurt/Main. Der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) Mario Draghi wünscht sich den Verbleib Griechenlands in der Eurozone. Es sei die «starke Präferenz» der EZB, dass Griechenland Mitglied der Eurozone bleibe, sagte Draghi am Mittwoch in Frankfurt.
Facebook bringt mehr Aktien unters Volk
New York. Facebook steht endgültig vor einem der größten Börsengänge aller Zeiten. Weil sich die Investoren um einen Anteil am boomenden Sozialen Netzwerk reißen, verkaufen die Alteigentümer um Gründer Mark Zuckerberg mehr eigene Aktien als ursprünglich geplant.
Die Bahn steigt beim Thalys aus
Von Udo Kals | 04.02.2012, 07:05
Ganz so dramatisch bewertet dies Monika Frohn, Gruppenleiterin Handel und Verkehr bei der IHK Aachen, nicht. «Sicherlich ist bedauerlich, dass die gegenseitige Akzeptanz der ICE- und Thalys- Tickets nun nicht mehr gilt», sagt sie: «Doch wir gehen davon aus, dass sich die Einschränkungen im Rahmen halten werden.» Auf rund 100 bis 200 Bahnkunden täglich schätzt der Verkehrsexperte Thomas Clemens vom Büro Stellwerk die Zahl der betroffenen Kunden.
Hintergrund dieser Entwicklung ist das Ende der Kooperation zwischen der DB sowie der französischen Eisenbahngesellschaft SNCF und deren belgischen Pendants SNCB bei der Thalys-Verbindung Paris-Brüssel-Aachen-Köln. Dabei kündigt die DB an, sich auf die eigenen Verkehre zwischen Frankfurt und Brüssel konzentrieren zu wollen. Damit gibt es täglich nur noch vier ICE-Verbindungen mit acht Zügen.
Die fünf Thalys-Verbindungen mit zehn Zügen dürfen nur noch von Inhabern der Bahncard 100 oder von Streckenzeitkarten der Produktklasse A (unter anderem ICE) genutzt werden. «Allerdings sind Tickets für die erste Klasse nur im Pendlerwagen der zweiten Klasse gültig», sagt Herlitzius. Alle Mitarbeiterfahrkarten, etwa eine persönliche Netzcard oder das Jobticket, werden im Thalys grundsätzlich nicht mehr anerkannt, heißt es bei der Bahn.
Mittelfristig geht Verkehrsexperte Clemens indes von einer verbesserten Situation der Bahnreisenden in der Aachener Region aust. «Es wird eine deutliche Zunahme der Konkurrenz geben.» So wolle nicht nur die Bahn ihr Hochgeschwindigkeitsnetz ausbauen. Auch Thalys sei bereits Richtung Ruhrgebiet unterwegs und wolle gerne künftig weitere Ziele ansteuern. Ähnliche Pläne verfolge der Eurostar-Betreiber, der bereits Siemens-Züge bestellt habe. «Wie viel Konkurrenz es künftig tatsächlich geben wird, von der die Reisenden in der Region profitieren könnten, hängt von der Kapazität auf den Gleisen ab», sagt Clemens: «Und da spielt das bislang fehlende dritte Gleis zwischen Aachen und Köln eine wichtige Rolle.»
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