Aachen/Roetgen - Städte in der Region kritisieren Maut-Vorstoß

Städte in der Region kritisieren Maut-Vorstoß

Von: Leandra Kubiak
Letzte Aktualisierung:
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Die Städte Aachen und Monschau distanzieren sich deutlich von den Äußerungen des Städte- und Gemeindebundes. Foto: dpa

Aachen/Roetgen. Der deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat sich in Berlin für eine massive Ausweitung der Straßennutzungsgebühren ausgesprochen. Es sei offensichtlich, dass die Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur über Steuermittel derzeit nicht ausreichend sei, heißt es in der „Bilanz 2014 der deutschen Städte und Gemeinden.“

Die Lkw-Maut solle demnach auf alle Bundesfernstraßen ausgedehnt werden; außerdem solle für Lkw eine Benutzungsgebühr – etwa in Form einer Vignette – für das gesamte Straßennetz eingeführt werden. Auch die Pkw-Maut solle flächendeckend auf allen Straßen eingeführt werden, heißt es weiter. Die Einnahmen sollen in das kommunale Straßennetz fließen.

Die Städte Aachen und Monschau distanzieren sich deutlich von den Äußerungen des Städte- und Gemeindebundes. „Mit der Maut wird eine Schranke errichtet“, sagt Margareta Ritter, Bürgermeisterin der Stadt Monschau. Auch Bernd Büttgens, Sprecher der Stadt Aachen, findet: „Eine wie auch immer geartete Pkw-Maut ist für unsere Stadt nicht zielführend.“

Sie mache Aachen für Besucher aus den angrenzenden Ländern unattraktiver, sagt Büttgens. „Schließlich kommen viele Gäste zum Einkaufen oder auch zum Essen nach Aachen.“ Margareta Ritter meint: „Die Maut wäre ein Hemmnis für unsere belgischen und niederländischen Freunde und ein unfreundlicher Akt.“

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