Nietan soll SPD-Schatzmeister werden

Von: Joachim Zinsen
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Dietmar Nietan
Steht vor einem gewaltigen Karrieresprung: Der Düren Dietmar Nietan soll neuer Schatzmeister der SPD werden. Foto: SPD

Düren/Berlin. Dietmar Nietan war selbst überrascht. „Hätte mir vor einem halben Jahr jemand erzählt, dass ich einmal Schatzmeister der SPD werde, hätte ich ihm gesagt, er solle ruhig weiter träumen“, erklärte der Sozialdemokrat am Dienstag gegenüber unserer Zeitung. Jetzt scheint dieser Traum wahr zu werden.

Der Bundestagsabgeordnete aus Düren soll nach Willen von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel oberster Kassenwart der ältesten deutschen Partei und damit Nachfolger der neuen Umweltministerin Barbara Hendricks werden.

Beschlossen wurde die Personalie vom engsten Führungszirkel der Partei, zu dem neben Gabriel unter anderem auch dessen fünf Stellvertreter und Europaparlamentspräsident Martin Schulz gehören. In diesen erlauchten Kreis sollen nun auch Nietan und Yasmin Fahimi aufrücken, die als neue SPD-Generalsekretärin vorgesehen ist. Der offenbar einvernehmlich getroffene Beschluss wurde am Dienstagabend in einer Telefonkonferenz dem Parteivorstand unterbreitet. Am 26. Januar sollen Nietan und Fahimi von einem Parteitag offiziell im Amt bestätigt werden.

Für Nietan sind die Finanzen ein völlig neues Arbeitsfeld. Bisher hat sich der 49-jährige Rheinländer, der zum linken Parteiflügel zählt, vor allem als Außen- und Europapolitiker einen Namen gemacht. Er gilt als Vertrauter von Martin Schulz, arbeitet aber gleichzeitig eng mit NRW-Landeschefin Hannelore Kraft und der neuen Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles zusammen.

Von Kraft soll auch der Vorschlag an die Parteispitze herangetragen worden sein, Nietan zum neuen Finanzchef zu machen. Geholfen hat Nietan dabei sicherlich die Tatsache, dass der einflussreiche Posten des Finanzchefs mit seiner Person weiterhin in den Händen des mächtigen NRW-Landesverbandes bleibt.

Nietan ist seit 1981 Mitglied der SPD. Seinen Wahlkreis Düren vertrat er erstmals von 1998 bis 2005 im Bundestag. Seit 2009 ist er erneut im Parlament vertreten. Der Vater zweier Kinder ist seit 2005 zudem Vorsitzender der SPD-Region Mittelrhein.

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