Straßburg/Aachen - EU tritt bei Gigalinern auf die Bremse

EU tritt bei Gigalinern auf die Bremse

Von: dr/gü
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Gigaliner
Ein 25,75 Meter langer Lang-Lkw (Gigaliner) der Firma Krone. Foto: Emily Wabitsch/dpa

Straßburg/Aachen. Brüssel hat den sogenannten Gigalinern eine Abfuhr erteilt. Die Mitgliedstaaten sperren sich gegen die überlangen Lkw, auch „Monster-Trucks“ genannt. Sie dürfen definitiv nicht im grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzt werden.

Einzige Ausnahme: Zwischen Nachbarländern, die beide den Einsatz auf nationaler Ebene erlaubt haben, ist die Fahrt gestattet. Da Deutschland aber bis 2016 nur einen Testbetrieb auf 120 Straßen-Abschnitten genehmigt, müssen die Riesen-Lkws dort stoppen, wo früher Schlagbäume standen.

Das EU-Parlament in Straßburg bestätigte am Dienstag einen Beschluss seiner Verkehrsexperten, den zuvor auch schon die zuständigen EU-Minister gefasst hatten. „Sie sind zu lang und zu schwer und gefährden die Sicherheit auf unseren Straßen“, sagte der SPD-Europa-Abgeordnete Jo Leinen.

Mit 25,75 Metern Länge sind die Gigaliner gut sieben Meter länger als gängige Lkw, obwohl sie über das gleiche Gesamtgewicht von 40 Tonnen verfügen. Für Spediteure sind sie hingegen sehr interessant. Der Aachener Spediteur Wolfgang „Tim“ Hammer sagte unserer Zeitung: „Wir brauchen einheitliche Richtlinien – am besten in ganz Europa.“

Mit einem Gigaliner könnten 50 Prozent mehr an Transportgut auf die Straße gebracht werden, gleichzeitig werde die Anzahl der Lkw reduziert. Sicherheitsbedenken kann Hammer nicht teilen: „Wir wollen mit dem Gigaliner nicht in die Innenstädte, wir wollen auf die Autobahn bei Nacht.“

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