EU-Ratspräsident Van Rompuy erhält Karlspreis 2014

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:
Van Rompuy
Wird 2014 mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet: EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy. Archiv-Foto: dpa

Aachen. Der Karlspreis 2014 geht an den EU-Ratspräsidenten Herman Van Rompuy. Van Rompuy habe in schwerer Zeit als unermüdlicher Arbeiter, Mittler und Konsensbildner einen bedeutenden Beitrag zur Konsolidierung und Weiterentwicklung der EU geleistet, begründete das Karlspreisdirektorium am Samstag die Zuerkennung.

In diesem Jahr hatte die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite die Auszeichnung erhalten. Der Preis wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen und gilt als eine der renommiertesten Auszeichnungen in Europa.

Der Internationale Karlspreis zu Aachen wird seit 1950 für besondere Verdienste um die europäische Einigung verliehen. Er wird traditionell an Christi Himmelfahrt übergeben. Die Auszeichnung ist nach Karl dem Großen (747-814) benannt. Sein Reich erstreckte sich über den Großteil Westeuropas. Karl führte einheitliche Gesetze und Währung ein und wird oft als erster Vordenker des geeinten Europas gesehen.

Erster Preisträger war 1950 der Begründer der Paneuropa-Idee, Richard Graf von Coudenhove-Kalergi. Später bekamen den Karlspreis der erste Bundeskanzler Konrad Adenauer (1954), der damalige US-Präsident Bill Clinton (2000), der Euro als Währung (2002) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008). In diesem Jahr ist die litauische Präsidentin Dalia Grybauskaite ausgezeichnet worden.

Die Homepage wurde aktualisiert