Das Thema Flucht: Unsere redaktionellen Grundsätze

Von: Bernd Mathieu
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Das Thema Flucht war 2015 für unsere Redaktion ein herausragendes, wichtiges und sensibles Thema. Dazu gab es die meisten Leserzuschriften. Für uns gelten die folgenden verbindlichen Grundsätze.

1. Es gehört zu unserem journalistischen Selbstverständnis, dass die aktuelle Thematik der Flucht mit größter Sorgfalt behandelt wird. Das setzt bei aller möglichen Emotionalität in Verbindung mit Einzelschicksalen dauerhaft einen sachbezogenen Umgang mit dem Thema voraus.

2. Wir sind der Öffentlichkeit als Gesamtheit, nicht als einzelne Interessengruppen verpflichtet und haben entsprechend objektiv zu informieren. Das gilt vor allem in einem so sensiblen und teilweise leider aufgewühlt-aggressiven Themenbereich.

3. Die Berichterstattung ist sachgerecht, Meinungen gehören in Kommentare. Zur sachlichen Berichterstattung zählen die Abwägung und Nennung der von uns genutzten Quellen, die Prüfung von tatsächlichen und nur angeblichen Fakten und der Hinweis auf bloße Vermutungen oder Verdachtsmomente, wenn die Faktenlage nicht mehr hergibt. Die Öffentlichkeit hat ein Recht darauf, ein faktengetreues Bild vermittelt zu bekommen. Wir begegnen deshalb Meldungen aus Quellen, die eindeutige subjektive Absichten verfolgen, mit großer Vorsicht und Skepsis.

4. Unser Ziel ist es stets, unaufgeregt und verhältnismäßig zu berichten und zu kommentieren.

5. Das Thema Flucht setzt in sprachlichem Stil und visueller Darstellung hohe und professionelle Aufmerksamkeit der Redaktion voraus. Hier geht es ganz besonders um die Glaubwürdigkeit unserer Medien und Marken.

6. Wir verzichten in der fotografischen Darstellung auf die Abbildung von sterbenden Menschen und zeigen grundsätzlich keine Fotos von Toten, deren Gesichter erkennbar sind.

7. Sowohl im Print (Leserbriefe), als auch auf unseren Online-Seiten (User-Kommentare, Foren) werden Texte, die ehrverletzend, rassistisch, diskriminierend oder volksverhetzend sind, nicht veröffentlicht, bzw. umgehend gelöscht.

9. Die Redaktion nennt die Dinge beim Namen und nimmt keine falschen Rücksichten. Wir verurteilen jede Form von Extremismus, rechts wie links, und lassen uns von niemandem instrumentalisieren.

10. Wir leisten im Rahmen unserer Möglichkeiten unseren publizistischen Beitrag zur Unterstützung vor allem ehrenamtlich tätiger Menschen und Institutionen und zur Integration von Flüchtlingen, Asylbewerbern und Zuwanderern.

11. Auf der Grundlage der von uns über unser Hilfswerk „Menschen helfen Menschen e.V.“ in Auftrag gegebenen Kinder-Jugendstudie sind wir in der Lage, konkrete Projekte (Sprachkompetenz, Elternseminare, sinnvolle Freizeitgestaltung, Dialog-Foren etc.) konkret zu fördern, auch finanziell. Unser Hauptaugenmerk gilt dabei vor allem auch unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

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