Ägypter wollen nach Krawallen neuen Präsidenten
Kairo. Nach zweitägigen Krawallen mit mindestens acht Toten werden in Ägypten Rufe nach einer vorgezogenen Präsidentenwahl laut. Die Protestbewegung forderte am Samstag, dass der herrschende Militärrat abtritt und rasch ein neues Staatsoberhaupt gewählt wird.
Russen fordern bei Massenprotesten freie Wahlen
Moskau. Bei neuen Massenprotesten in Russland haben Tausende Menschen einen Monat vor der Präsidentenwahl eine faire und freie Abstimmung gefordert.
Vor UN-Resolution: Blutbad in Homs
Kairo/Beirut. In Syrien sind bei den bislang blutigsten Kämpfen nach Angaben der Opposition mindestens 300 Menschen getötet worden. Unter den Opfern in der Stadt Homs seien auch 57 Kinder, meldete die oppositionelle syrische Muslimbruderschaft am Samstag.
Träger wollen 30 Prozent mehr BFD-Stellen
Berlin. Entgegen aller anfänglichen Kritik ist das Interesse am Bundesfreiwilligendienst (BFD) so groß, dass die Träger Bedarf für 30 Prozent zusätzlicher Stellen haben.
Trotz Differenzen: Merkel zufrieden mit China-Reise
Kanton. Zum Abschluss ihrer China-Reise hat Bundeskanzlerin Angela Merkel eine positive Bilanz gezogen, sich aber beunruhigt über die Menschenrechtslage und den Umgang mit den Tibetern geäußert.
Fall Wikileaks: Manning muss vor Militärgericht
Washington. Der mutmaßliche Wikileaks-Informant Bradley Manning muss sich vor einem US-Militärgericht verantworten. Das teilte die US-Armee mit. Dem Soldaten wird vorgeworfen, 700 000 größtenteils geheime Dokumente an die Internet-Plattform Wikileaks weitergegeben zu haben.
Friedensnetzwerke fordern Waffenstillstand in Kundus
(epd) | 31.07.2009, 14:01
Eine solche Vereinbarung war vor kurzem in der Provinz Badghis zwischen afghanischer Regierung und Taliban geschlossen worden. In Kundus unterhält die Bundeswehr ein Feldlager.
«Kooperation für den Frieden» ist ein Zusammenschluss von 50 Friedensorganisationen in Deutschland. Die Nationale Friedens-Jirga Afghanistans umfasst den Angaben nach Stammesvertreter, religiöse Würdenträger, Intellektuelle und Politiker, vor allem aus dem Süden und Osten Afghanistans.
Die Nationale Friedens-Jirga Afghanistans sei bereit, die Gespräche mit Kommandeuren der Aufständischen in der Provinz Kundus jederzeit wieder aufzunehmen, hieß es. «Da von den Aufständischen die Bereitschaft zum Waffenstillstand abhängig gemacht wird von der Bereitschaft der Bundesregierung, an Gesprächen darüber teilzunehmen, sollte die Bundesregierung ein entsprechendes Signal geben», unterstrichen die Friedensorganisationen in ihrer Erklärung.
Die Bundesregierung müsse ihre Kampfhandlungen in Afghanistan stoppen und die Einsätze der Tornado-Staffeln abbrechen, hieß es weiter. Die Zahl der in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten dürfe nicht erhöht werden. Zudem müsse ein Ausstiegsszenario mit «festen Daten für einen raschen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan» vorgelegt werden.
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