Studenten streiten sich vor Gericht über Haarzopf

Von: dpa
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Düsseldorf. Der unliebsam entfernte Haarzopf eines Studenten hat am Mittwoch das Amtsgericht in Düsseldorf beschäftigt.

Eine Germanistik-Studentin (24) hatte den Zopf ihres 22-jährigen Kommilitonen bei einer feuchtfröhlichen Uni-Party kurzerhand abgeschnitten.

Daraufhin standen dem derart Frisierten die verbliebenen Haare zu Berge: Er ergriff die Schere und es kam zum Tumult, der damit endete, dass die Studentin dem Beschnittenen kräftig in den Bauch biss.

Der Kurzhaarige wider Willen erstattete Anzeige wegen der aus seiner Sicht „unglaublichen Verstümmelungstat”.

Mittels eines „hinterhältigen Überfalls” sei ihm ein „Teil seiner Persönlichkeit” genommen worden.

Der Verteidiger der Studentin bat dagegen, „die Kirche im Dorf zu lassen: Haare wachsen schließlich nach”.

Die Studentin erklärte, der Zopfträger habe sie bei dem Disput über seine Frisur aufgefordert, die Haare abzuschneiden.

Dass dies offenbar nur ironisch gemeint war, habe sie nicht erkennen können.

Nachdem sich die junge Frau entschuldigt hatte, sah das Gericht keinen Anlass zu weiterer Strafverfolgung und stellte das Verfahren gegen 300 Euro Geldbuße ein.

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