Somalische Piraten planen „Imagekampagne”

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Kairo. Sie kapern Handelsschiffe, erpressen Lösegeld und wollen dafür auch noch respektiert werden. Die Piraten aus Somalia planen jetzt laut einem Bericht der arabischen Zeitung „Al-Sharq Al-Awsat” eine Imagekampagne, um etwas gegen ihren schlechten Ruf zu unternehmen.

Ein Pirat sagte der Zeitung in einem Telefoninterview, in der Hafenstadt Eyl werde demnächst eine Versammlung der Seeräuber stattfinden, bei der man über Methoden der Imageförderung sprechen wolle. „Die ganze Welt stellt uns als Terroristen und Bande von Verbrechern dar, aber das ist falsch, wir vertreten eine gerechte Sache”, sagte der Seeräuber.

Im Golf von Aden, wo die somalischen Piraten besonders häufig auf fette Beute lauern, hielten Offiziere der US-Marine Anfang dieses Monats ein Manöver mit Schiffen und Marinesoldaten aus Singapur und Russland ab. Das Manöver trug den Namen „Rattenfalle”.

Somalische Piraten hatten in der Vergangenheit mehrfach erklärt, ihre Angriffe auf Handelsschiffe seien eine Reaktion auf die Überfischung ihrer Küstengewässer durch ausländische Fischfangflotten und die Geschäfte einer westlichen Müll-Mafia, die in dem Seegebiet mehrfach Sondermüll abgeladen habe.
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