Schmorbraten und Playboy-Blondine vom Mond zu kaufen

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Moon Food
Das als „Moon Food” gelistete Fertigprodukt stammt aus einer Apollo-Mission und wird als außergewöhnlich unappetitlich beschrieben. Foto: Auktionshaus

Washington. Raumfahrt-Liebhaber mit einer gut gefüllten Brieftasche können im Internet derzeit kuriose Mitbringsel von Reisen ins Weltall ersteigern. Das amerikanische Auktionshaus R.R.Auction verkauft rund 450 Erinnerungsstücke, die von Astronauten oder anderen Mitarbeitern der US-Raumfahrtbehörde Nasa gesammelt wurden.

So listet der Katalog einen „erstaunlich unappetitlichen” Schmorbraten auf, der gefriergetrocknet an Bord einer „Apollo”- Mission als Mittagessen mit zum Mond genommen wurde. Ob er wegen seiner ungesund wirkenden gelblichen Farbe von den Astronauten verschmäht wurde, erläutert das Auktionshaus nicht.

Blondine vom Mond

Auf mehr Gegenliebe bei den Raumfahrern dürfte eine Seite aus dem Playboy-Kalender von 1969 gestoßen sein, die ein Astronaut während der „Apollo 12”-Mission heimlich an Bord schmuggelte. Dass es die barbusige „Miss August 1967” zum Mond und zurück schaffte, gilt bis heute als einer der größten Streiche in der Nasa-Geschichte.

Neben solch unkonventionellen Andenken zählen auch viele „seriöse” Zeugnisse der Raumfahrtgeschichte zu den Angeboten. Darunter sind vom US-Senat ausgestellte Ehrenurkunden oder Flaggen, die im Weltraum waren. Wer gern Visitenkarten einflussreicher Menschen sammelt, wird mit einem Exemplar von Neil Armstrong fündig. Sie stammt aus der Zeit, als der erste Mann auf dem Mond in seiner irdischen Karriere als Aufsichtsratsvorsitzender eines Unternehmens arbeitete.

Auch traurige Relikte sind unter den Auktionsstücken, die bis zum 20. Januar ersteigerbar sind. Etwa Schecks, die die Besatzung des Space Shuttle „Challenger” vor ihrem Katastrophen-Flug ausgeschrieben hatte, um Erinnerungsstücke wie Medaillen und Abzeichen für Freunde und Verwandte zu bestellen. Das Schiff explodierte 1986 gut eine Minute nach seinem Start von Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida - alle sieben Crewmitglieder kamen ums Leben.
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