Nach Protest: Bildstörung überdeckt Nonne im Nacktscanner

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Mainz. Kurz vor dem Mainzer Rosenmontagszug haben katholische Ordensfrauen einen Teilerfolg erzielt: Ein Wagen des Umzugs wird überarbeitet, so dass eine in Reizwäsche gekleidete Nonne nicht mehr zu sehen ist.

Die durch einen Nacktscanner entblößte Ordensfrau werde jetzt durch die Aufschrift „Bildstörung” bedeckt, kündigte der Mainzer Carneval Verein (MCV) nach Medienberichten vom Wochenende an.

In einem offenen Brief hatten zahlreiche Nonnen gefordert, den umstrittenen Wagen mit der Startnummer 88 nicht im Zug mitfahren zu lassen.

Den Presseberichten zufolge bedauerten die MCV-Verantwortlichen das ursprünglich gewählte Motiv. Damit habe man kritisieren wollen, dass Nacktscanner eine Gefahr seien und nicht einmal vor geistlichen Personen Halt machten. Es sei nicht beabsichtigt gewesen, Nonnen zu verunglimpfen.

Schwester Ancilla-Maria Ruf vom Ordensreferat des Bistums Mainz hatte in dem Protestbrief geschrieben, es sei in hohem Maße verunglimpfend und respektlos, Menschen „so obszön in den Dreck zu ziehen”. Auch für die Polizei sei es keine Auszeichnung, wenn Beamte auf dem Motivwagen „freudig gaffend” vor einem solchen Nacktscanner zu sehen seien.

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