Bergen - Marathon-„Wildente” nach neun Stunden abgebrochen

Marathon-„Wildente” nach neun Stunden abgebrochen

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Bergen. Ein verzweifelter norwegischer Festspielleiter hat in Bergen die mit Spannung erwartete Marathon-Version von Henrik Ibsens „Wildente” nach neun Stunden abgebrochen. Seine Begründung: „Es wurde immer noch der erste Akt gespielt. Und für die Nachbarn war es zu laut.”

Wie die Zeitung „Aftenposten” am Montag berichtete, schritt der Leiter der Ibsen-Festspiele, Per Boye Hansen, in der Nacht zum Sonntag um 2.40 Uhr ein, nachdem die um 18.40 begonnene Vorstellung mit einer Neuinszenierung des Stückes in der Skatehalle von Bergen immer noch nicht über den ersten von drei Akten hinausgekommen war.

Zu dieser Zeit hatten zwei Drittel des Publikums den anfangs gut gefüllten Theatersaal verlassen. Den zahlenden Zuschauern war zuvor mitgeteilt worden, dass die Vorstellung wahrscheinlich fünf Stunden dauern werde.

Hinter den Kulissen bemühte sich der Festivalleiter während der Vorstellung immer wieder, die extrem laute und schrille Musik aus den Lautsprechern zu dämpfen. Alle fünf auf dem Festivalprogramm noch angekündigte Vorstellungen mit dem Osloer Black Box Theater sollen aufgeführt werden, kündigte Hansen an: „Aber dann muss definitiv um ein Uhr morgens Schluss sein.”

Der Kritiker von „Aftenposten” meinte wohlwollend, so sei nun mal „Risikotheater”, wenn die angekündigten fünf Stunden einer Vorstellung um vier überschritten würden. Die für die Inszenierung verantwortlichen Vegard Vinge und Ida Müller gelten als anerkannte Jung-Regisseure mit eigener Bühnensprache.
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