Mainz - Kaltes Winterwetter sorgt für verstimmte Kirchenorgeln

Kaltes Winterwetter sorgt für verstimmte Kirchenorgeln

Von: epd
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Mainz. Das kalte Winterwetter in Deutschland führt dazu, dass vielerorts die Kirchenorgeln verstimmt klingen.

„Die Kälte schadet den Instrumenten weniger als die Wärme bei zu schnellem Aufheizen der Kirche, etwa vor dem Sonntagsgottesdienst”, sagte die Oppenheimer Organistin Katrin Bibiella dem epd. Zusätzlich beeinflusse auch die im Winter besonders niedrige Luftfeuchtigkeit den Zustand der Orgeln.

Ein gutes Instrument überstehe aber auch den ungewöhnlich frostigen diesjährigen Winter ohne dauerhafte Schäden, erläutert die Kirchenmusikerin. Die Oppenheimer Katharinenkirche ist eine der größten gotischen Sakralbauten entlang des Rheins und Veranstaltungsort vieler Orgelkonzerte mit internationaler Beteiligung. Die dortige Orgel müsse ohnehin alle zwei Jahre generalgestimmt werden, sagte Bibiella.

Bislang seien ihm aus den vergangenen Wochen noch keine schwerwiegenden Defekte bekanntgeworden, sagte Thomas Wilhelm, Orgelsachverständiger der hessen-nassauischen Landeskirche, dem epd auf Anfrage. In der Nachkriegszeit seien in kalten Wintern aber durchaus Kirchenorgeln kaputtgegangen, weil etwa Holzteile rissen. Inzwischen gebe es aber Heizrichtlinien für Kirchengebäude, bei deren Befolgung die Orgeln sicher über den Winter kämen.

Um die Instrumente zu schonen, sei es besser, Kirchen nicht zu stark zu heizen, riet Wilhelm. In der Praxis werde dies nicht immer umgesetzt. Weil sich die Besucher im evangelischen Gottesdienst kaum bewegten, werde die Heizung dort oft noch höher gedreht als in katholischen Kirchen. Da warme Luft immer nach oben steigt, sei es auf den Orgelemporen zudem meist spürbar wärmer als in den Sitzreihen im Kirchenschiff.
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