Gericht weist Elternforderung nach Torwart-Sondertraining zurück

Von: ddp
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Grevenbroich. Eltern dürfen nicht darüber bestimmen, wie und von wem ihr Sohn in einem Fußballverein trainiert wird. Das hat das Amtsgericht Grevenbroich am Dienstag in einem bundesweit bislang einmaligen Prozess entschieden.

In dem verhandelten Fall wollten die Eltern eines siebenjährigen Jungen mittels einer einstweiligen Verfügung für ihren Sohn ein Torwart-Sondertraining erwirken. Im Prozess hatten sie erklärt, der Junge habe durch die harschen Trainingsmethoden seines Trainers in der F-Jugendmannschaft des SC Kapellen den Spaß am Fußball verloren.

Spaß mache ihm dagegen das „erlebnisorientierte Torwartsondertraining” mit einem anderen Trainer. Dieses Sondertraining jedoch hatte der Verein zwischenzeitlich eingestellt und darauf verwiesen, dass der Deutsche Fußball-Bund dazu rät, ein solches Training erst ab der Altersklasse der D-Jugendlichen anzubieten.

Die zuständige Richterin wies nun die Forderung der Eltern nach einem Torwart-Sondertraining für ihren Jungen zurück. Es bestünde darauf kein Anrecht. Das Kind habe die Möglichkeit, am normalen Mannschaftstraining teilzunehmen. Der Verein hatte argumentiert, dass künftig jedes Mitglied ein „Spezialtraining” einklagen könne, wenn dem Vorstoß der Eltern Recht gegeben worden wäre.

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