Beleidigung in 66 Fällen: Neues Verfahren gegen „Prozess-Dieter”

Von: ddp
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Prozesse-Dieter
Sie mussten sich von Rolf-Dieter K. verspotten, als „Vollidioten” und „gottverdammte Rechtsverdreher” bezeichnen lassen: Richter, Staatsanwälte, Justiz-Angestellte. Foto: dpa

Düsseldorf/Ratingen. Wegen Beleidigung in 66 Fällen muss sich ab 29. April erneut ein inzwischen 73 Jahre alter Sozialhilfeempfänger vor Gericht verantworten.

Der Mann, der als „Prozess-Dieter” und selbst ernannter „König der Kläger” bundesweit für Aufsehen gesorgt hatte, soll Beamte, Richter und Staatsanwälte immer wieder mit üblen Beschimpfungen und grundlosen Beleidigungen überzogen haben.

Der Angeklagte selbst hält sich nach Angaben der Justiz für „schuldunfähig”. Im Prozess soll deshalb auch ein Gutachter zu Wort kommen. Er sollte prüfen, ob „Prozess-Dieter” möglicherweise an einer krankhaften seelischen Störung leidet.

Nach eigenen Angaben hat der 73jährige schon in mehr als 200 Fällen Klage gegen verschiedene Ämter erhoben, um für seinen Lebensunterhalt Dinge wie eine neue Hose oder eine Klobürste gerichtlich zu erstreiten.

Für das Verfahren hat das Amtsgericht Ratingen zunächst einen Verhandlungstag angesetzt. Weil mit einem erheblichen Andrang und auch möglichen Störungen gerechnet wird, hat das Gericht die Sicherheitsvorkehrungen verschärft. So werden alle Besucher durchsucht, die Zahl der Wachtmeister wurde im Vergleich zu sonst üblichen Amtsgerichts-Verfahren erhöht, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.
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