Ahnungsloser Mann lebt mehrere Jahre mit Projektil im Kopf

Von: ddp-nrw
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Herne. Ein vermeintlicher Schlag gegen den Hinterkopf hat sich nach mehreren Jahren als Kopfschuss entpuppt. Der Irrtum fiel nur zufällig auf, weil ein 35-jähriger Herner in ein Krankenhaus gefahren war, um eine Geschwulst am Kopf untersuchen zu lassen.

Als die Ärzte den Mann operierten, staunten sie nicht schlecht: In der Beule fanden sie ein Projektil vom Kaliber 22, wie es nach Angaben eines Polizeisprechers unter anderem in Pistolen oder Gewehren in Schützenvereinen verwendet wird.

Der Polizei erzählte der Mann, er sei in einer Silvesternacht vor einigen Jahren durch die Herner Innenstadt gelaufen und habe gegen Mitternacht plötzlich einen Schlag auf den Hinterkopf gespürt, dem er aber keine größere Bedeutung beigemessen habe. Die Ermittler gehen nun davon aus, dass es sich bei dem vermeintlichen Schlag vielmehr um ein Geschoss handelte, das jemand zum Jahreswechsel abfeuerte.

Der heute 35-Jährige hatte dabei Glück: Nach Angaben des Polizeisprechers drang die Kugel nicht in seinen Kopf ein, sondern setzte sich vielmehr zwischen Kopfhaut und Schädel fest. Einige Jahre danach entzündete sie sich offenbar, so dass die Geschwulst wuchs.

Das Projektil wurde inzwischen ans Bundeskriminalamt (BKA) geschickt. Dieses soll prüfen, ob die dazugehörige Waffe und ihr Besitzer bekannt sind.
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