Zauberspiel mit Käfern und Schmetterlingen

Von: Christoph Hahn
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Gäste des Familienkonzerts im Theater Aachen: die Puppen von Müllers Marionetten-Theater aus Wuppertal. Foto: Eberhard Straub

Aachen. Die Magie verfehlte ihre Wirkung nicht: Gemeinsam schlugen das Sinfonieorchester Aachen unter Maestro Marcus R. Bosch und Müllers Marionetten-Theater die Zuhörerinnen und Zuhörer in den Bann einer Klanggeschichte, die so ganz und gar nicht von dieser Welt ist. Mendelssohns wundersame Musik zu Shakespeares „Sommernachtstraum” war es, die am Sonntag im letzten Familienkonzert der Spielzeit erklang.

Ein sehr dichtes Konzept sorgte dafür, dass den jungen und den etwas älteren Klassikfans keine Minute zu lang vorkam.

Überzeugend wirkte schon die Idee, das Orchester aus dem Graben zu holen und auf Augenhöhe mit dem Publikum zu platzieren. Musik geschieht und verzaubert - und das bei wachen Sinnen. Die Großartigkeit von Mendelssohns zutiefst romantischer Komposition fehlte dabei nicht einen Takt lang.

Der Dirigent verstand es im Dialog mit den Damen und Herren des Orchesters ausgezeichnet, den Konzertbesuchern im Großen Haus des Theaters Aachen gerade die feinen Momente dieser großen Musik nahezubringen.

Das Wuppertaler Marionetten-Theater, das „Müller”-Prinzipal Günther Weißenborn zusammen mit seinen Mitspielern im Hintergrund des Bühnenraums entfaltete, passte ausgezeichnet zum musikalischen Konzept der Aufführung.

Im Geist von Shakespeare

Allerlei Käfer und Schmetterlinge, Glühwürmchen und - als nackte Gliederpuppen - die beiden „Sommernachtstraum”-Protagonisten Hernia und Lysander: Alles geschah im Geist von Shakespeares Zauberspiel.

Müllers Marionetten-Theater wurde im Jahr 1983 in Bremen gegründet und hat seit 1992 ein eigenes Theater in Wuppertal, wo es ein Repertoire anbietet, das von Märchendramen für Kinder bis zu den großen Stoffen der Weltliteratur reicht. Das Theater gibt rund 300 Vorstellungen pro Jahr.

Kein Wunder, dass das Publikum nach dem Ende des knapp einstündigen Ereignisses begeisterten Beifall spendete und den Dirigenten wie seine Mitstreiter zu einer Zugabe bewegte.
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