Wer sich gut abspricht, macht sich keine Konkurrenz

Von: ik
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Für eine bessere Vermarktung: Margrethe Schmeer (4.v.l.) vom (eu)regionalen Kulturausschuss, Manfred Bausch (3.v.r.) und Susanne Ladwein (2.v.r.) vom Zweckverband Region Aachen wollen mit den Organisatoren der zehn regionalen Kunstrouten Synergien schaffen. Foto: Michael Jaspers

Region. Künstlern über die Schulter schauen und Atelierluft schnuppern – dafür treibt es in der Region Aachen Jahr für Jahr Tausende Menschen auf die Straßen: An Kunstrouten und offenen Ateliertagen mangelt es hier tatsächlich nicht.

Problem war bisher allerdings, dass nicht nur unter den Besuchern, sondern selbst unter den Organisatoren die Fülle der Veranstaltungen kaum bekannt war. Und genau das soll sich nun ändern.

Für einen Überblick und die bessere Vernetzung zwischen den Kulturschaffenden hat der Zweckverband Region Aachen nun eine Broschüre herausgegeben, die am Montag vorgestellt wurde: „Auf zur Kunst! Routen in der Region Aachen“ ist ab sofort in regionalen Tourismusbüros erhältlich. Darin vertreten sind zehn Kunstrouten aus den Kreisen Düren, Heinsberg, Euskirchen, sowie der Stadt und Städteregion Aachen – jeweils mit Terminen, kurzen Beschreibungen und Ansprechpartnern.

Diese Broschüre sei ein Ergebnis der gemeinsamen Bewerbung mit Maastricht Bewerbung zur Kulturhaupt 2013, erklärte Manfred Bausch, stellvertretender Geschäftsführer des Zweckverbands Region Aachen. Denn deren Vorbereitung habe eins ergeben: Um „innovative und hochwertige Kunst“ zu finden, müsse man nicht unbedingt nach Köln oder Düsseldorf blicken – auch in der Region Aachen gebe es sie reichlich.

Dafür lohne sich durchaus der Weg in die vermeintliche Provinz. Und tatsächlich: So unterschiedlich die Region vom Norden bis in den Süden ist, so unterschiedlich sind auch die Kunstrouten, die in der Broschüre vorgestellt werden: Heinsberg kann man beispielsweise kunsttechnisch mit dem Rad erkunden, im schmucken Eifeler Ort Kronenburg öffnen sogar Privathäuser ihre Türen für die Kultur.

Manche Veranstaltungen sind bereits etabliert, wie die Aachener Kunstroute, andere finden durch den Anstoß des Zweckverbands in diesem Jahr zum ersten Mal statt. „Wege zur Kunst in Düren“ legt beispielsweise mit rund 40 verschiedenen Besuchs-Orten einen beachtenswerten Start hin.

Das Projekt diene aber nicht nur den Kunstinteressierten als Information, sondern auch den Veranstaltern, die sich nun bei den Terminen absprechen, um sich nicht „gegenseitig zu kannibalisieren“, sagte Margrethe Schmeer, Vorsitzende des (eu)regionalen Ausschusses für Kultur, Bildungs- und Wissensregion. Dieser Ausschuss vergibt Fördermittel der „Regionalen Kulturpolitik“ des Landes NRW, über die die Broschüre zu 50 Prozent finanziert wurde. Die andere Hälfte stemmen der Zweckverband und die einzelnen Projektpartner.

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