Düren - Vögel, Ratten und Lebkuchen zum Staunen und Gruseln

Vögel, Ratten und Lebkuchen zum Staunen und Gruseln

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Hereinspaziert: Museums-Direktorin Renate Goldmann (von rechts), Künstler Claus Richter und Horst Weyer vom Museumsverein Düren an der Zaubertür im Leopold-Hoesch-Museum. Foto: Burkhard Giesen

Düren. An diesem Morgen, zwei Tage vor der Vernissage, wird noch an allen Ecken gewerkelt. Claus Richter legt selbst mit Hand an, wird selbst Teil der Kulisse. „Nothing is easy & Selected Works from the Hoesch Collection” heißt die erste museale Einzelschau des Kölner Künstlers im Dürener Leopold-Hoesch-Museum.

Die Besucher werden aus dem Staunen nicht mehr herauskommen. Und das ist eines der wichtigen Ziele des Künstlers: Menschen in Traumwelten entführen, sie verzaubern.

Charles-Dickens-Straßenkulisse, düster und unheimlich

Betritt der Gast das altehrwürdige Treppenhaus, taucht er schon in eine andere Welt ein. Unter den Lampen schweben Vögel. Eine Charles-Dickens-Straßenkulisse, düster und unheimlich, mit Ratten als Wächtern, lässt den Betrachter gruseln. Es folgen Räume mit grünen Wänden, riesige Lebkuchen laden zum Verzehr ein, Lebkuchenaroma intensiviert das Erlebnis. Und immer wieder dazwischen Werke, insgesamt 72, aus der reichhaltigen Sammlung des Museums. So begegnen einem, von Richter ausgewählt, Werke bedeutender Meister: Edvard Munch, James Ensor, Max Liebermann, Otto Dix, Manet und viele andere.

„Claus Richter”, sagte Museums-Direktorin Renate Goldmann, „arbeitet zwischen Tradition und Realität, zwischen Tokio und Hollywood.” Ein großes Labyrinth aus Packpapier, eine Hommage an die Papierstadt Düren, führt zu einer Zaubertür. Neben einer Fassadenstraße mit Spielzeug und Süßigkeiten gibt es das Pädagogische: „You can change”, lautet ein Ratschlag. Im Filmraum laufen derweil drei Filme, in der Rolle des Merlin: Claus Richter.

Ab Sonntag Schau und Jahresgaben

Eröffnet wird die Schau im Leopold-Hoesch-Museum (Hoeschplatz 1) am Sonntag um 12 Uhr. Sie dauert bis zum 6. März 2011.

Parallel zur Ausstellung bietet der Museumsverein Düren die Jahresgaben an. Die Preise liegen zwischen 170 und 3500 Euro. Unter anderem haben Claus Föttinger, Gregor Schneider und Michael Sailstorfer Werke gestiftet.

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