Viel Beifall für das erste „MusicLab“-Konzert

Von: Pedro Obiera
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Herausforderung: Beim ersten „MusicLab“ der Saison spielte das Sinfonieorchester bei den RWTH-Wasserforschern. Foto: Andreas Schmitter

Aachen. Wo Wasser fließt, kann es mächtig rauschen. Erst recht an einem Ort, an dem man sich so intensiv mit dem wichtigen Elixier beschäftigt wie das Institut für Wasserbau und Wasserwirtschaft der RWTH, dem Gastgeber des ersten „MusicLab“-Konzerts des Aachener Sinfonieorchesters in dieser Saison.

Justus Thorau und seine Musiker hatten es in der riesigen, akustisch nicht unproblematischen Halle nicht immer leicht, sich gegen die mächtigen Pumpen durchzusetzen.

Professor Holger Schüttrumpf und seine Mitarbeiter hätten sicher auch dem armen „Zauberlehrling“ bei der Bändigung der außer Kontrolle geratenen Wassermassen helfen können. Allerdings ohne den Charme der Zauberei aus Goethes Ballade und der kongenialen Vertonung von Paul Dukas.

Die ungewohnten Spielorte und Bedingungen, mit denen sich das Orchester an den verschiedenen Forschungsstellen der Universität auseinandersetzen muss, gehören zum Reiz dieser erfolgreichen Reihe.

Und für die auch diesmal wieder zahlreich erschienenen Besucher ermöglicht die Reihe Einblicke in Laboratorien, die ihre immer wieder erstaunlich vielfältigen Forschungsaktivitäten meist im Verborgenen verrichten.

Dabei ließ es Justus Thorau, trotz der ambitionierten Programmgestaltung, zunächst etwas zähflüssig angehen. Jean Sibelius‘ „Oceaniden“ und auch die Uraufführung von Thomas Nathan Krügers „corriente“ (Strömung) liefen in ruhigen Bahnen ab, was sich mit Mendelssohns „Meeresstille und glückliche Fahrt“ und dem experimentierfreudigen Werk „Styx“ von Anestis Logothetis aus den 70er-Jahren nicht unbedingt änderte.

Und dann sprudelt es

Dass vor allem die erste Hälfte des Abends nicht so richtig „sprudeln“ wollte, lag an der etwas unglücklichen Werkfolge, aber auch an der zurückhaltenden Interpretation durch Thorau, der, zumal in der riesigen Halle, manches deutlich forscher hätte angehen können. Nach der Pause geriet das Konzert allmählich in Fahrt. Viel Beifall und als Zugabe gab es ein Dessert auf Weinflaschen aus der Feder des Cellisten Mladen Miloradovic.

Weiter geht es mit „Music Lab 2“ am 8. März 2018 im Institut für angewandte Medizintechnik. Motto: „Herzrasen“.

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