Unverkrampftes Allround-Talent

Von: Grit Schorn
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Die neue Trägerin des Karl-He
Die neue Trägerin des Karl-Heinz Walther-Preises: Caroline von Bemberg mit Grenzlandtheater-Intendant Uwe Brandt (rechts) und Hans Kauhsen, dem Vorsitzenden des Fördervereins. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wer kann schon so etwas? Völlig unverkrampft auf die Bühne kommen und ein vaterländisches Gedicht von Gottfried Keller aus dem Jahre 1851 kraftvoll deklamieren? Die 27 Jahre junge Schauspielerin Caroline von Bemberg kann das - und vieles mehr - wunderbar.

Deshalb erhielt am Sonntag im Aachener Grenzlandtheater (GTA) den Karl-Heinz Walther-Preis, der auf den unvergessenen, 1994 verstorbenen GTA-Intendanten zurückgeht. Die Ehrung und das damit verbundene Preisgeld von 2500 Euro soll junge Schauspieltalente unterstützen und ermutigen.

Hans Kauhsen, Vorsitzender des Fördervereins Grenzlandtheater, würdigte die Schauspielerin in seiner Laudatio gebührend. Caroline von Bemberg ist ein Allround-Talent aus dem nahen Euskirchen, also Rheinländerin, die aber auch englisch, französisch und sogar bayrisch sprechen kann - weil die Mama aus Bayern stammt.

Sportlich, sängerisch und tänzerisch begabt, hat sie nicht nur ihre Ausbildung an der Arturo Schauspielschule Köln absolviert, sondern strebt jetzt auch ein Lehrerstudium an. In verschiedenen Spiel- und TV-Filmen (auch mal im „Tatort”) hat sie mitgewirkt, und sie war Ensemblemitglied am Jungen Theater Bonn.

Die Aachener Auszeichnung hat von Bemberg sich mit der Darstellung der Hedwig in Ibsens „Die Wildente” verdient. Unschuld, Aufgewecktheit und die Gabe, schwierige Familienbeziehungen durchschauen zu können, all das hat die junge Schauspielerin in Anja Junskis Inszenierung überaus berührend und erschütternd zeigen können.

Dass die frisch gebackene Preisträgerin auch großartig singen kann, blieb nicht verborgen, als sie ein Lied aus dem schwedischen Film „Wie im Himmel” - auf schwedisch! - schmetterte.

Diese Ode an das Leben selbst beschloss die Preisverleihung, an die sich der von GTA-Intendant Uwe Brandt und Bernd Büttgens, stellvertretender Chefredakteur unserer Zeitung, moderierte Theatertalk anschloss - mit Gästen wie dem frisch gebackenen Bambi-Preisträger Uwe-Edmund „Leines” Gaworski sowie Regisseur Ulrich Wiggers und Schauspieler Kasper Holmboe, die über die nächste GTA-Produktion, das Musical „Der Mann von La Mancha”, berichteten.
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